Da es leider den vorletzten Samstag, den 09.12.07, keine freien Plätze mehr fürs Tauchen gab, sind wir auf Plan B ausgewichen und zum Strand Lopes Mendes gewandert. Dazu mussten wir 3 kleine Hügel überqueren und an drei anderen Stränden passieren um nach ca 2.5 Stunden am Ziel anzukommen. Der Strand hat eine Länge von ca. 3 km und ist vollkommen unberührt. Allerdings waren entgegen meiner Erwartung viele Touristen am Strand, trotz schlechtem Wetter, die sich 2 Stunden Wander gespart haben und mit dem Schiff eine Stunde zum Dorf in der Nähe gefahren sind. Trotzdem konnten wir einigermaßen ungestört baden, weil die meisten Leute schon wieder auf dem Rückweg waren als wir ankamen.

Am darauf folgenden Sonntag bin ich dann das erste mal richtig tauchen gegangen, ohne dass einen der Tauchmaster an der Hand nimmt. Leider war die Sicht nicht besonder gut, was aber meiner Freude am Tauchen nach all den Jahren keinen Abbruch tat. Wir konnte einen Kugelfisch fangen, der sich zur Verteidigung auf eine beachtliche Größe aufgeblasen hat. Diesmal konnte ich ohne gepickt zu werden halten, wobei das schwierig war bei der glitschigen Haut und den ganzen Dornen.

  7Am Montag letzter Woche war der Aufenthalt auf der Ilha Grande vorbei und wir sind wieder zurück nach Rio gefahren.

In Rio haben wir nur zwei Tage verbracht, und somit nur die gängigsten Sehenswürdigkeiten besucht. Am Montag besuchten wir die Christus Statue, von der aus man einen tollen Blick auf Rio , seine Hügellandschaft und das Meer hat. Abends sind wir noch auf den Zuckerhut gefahren um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Anhand des Lichtermeeres der beleuchten Häuser und Straßen sah ich dann auch zum ersten mal die riesigen Ausmaße der Stadt. Mittwochs, am 12.12.07, haben wir dann noch am Cocacabana und Ipanemim Strand gedöst und sind nachmittags noch ins Zentrum gefahren um die Kathedrale und die Arcos zu sehen.

Am Donnerstag sind wir dann morgens in Ouru Preto, mit dem Nachtbus aus Rio angekommen. Die Stadt ist einer der schönsterhaltenen Kolonialstädte Brasiliens und hat dank des früheren Goldabbaus schmucke Kirchen und Gebäude. Am ersten Tag waren wir nach einem kleinen Nickerchen am Vormittag, um sich von der Busfahrt zu erholen, gleich mal in der alten Goldmine. Diese ist angeblich die größte für Besucher zugängliche der Welt. Die Miene wurde 1989 oder so geschlossen, da man eine Tonne Gestein fördern musste um 4 Gramm Gold zu erhalten. Wahrscheinlich würde man auf diese Weise in jedem Garten Gold finden, und somit musste die Miene wegen Unwirtschaftlichkeit nach über 200 Jahren geschlossen werden. Das Spektakulärste an der Mine war, dass man in einem See der ca. 130 Meter unter der Erde liegt baden konnte. Dass Wasser war für Funtensee-Verhältnisse angenehm warm.

Am letzten Tag, Freitag der 14.12, haben wir uns noch eine Kirche die mit über 400 kg Gold ausgeschmückt ist angesehen, allerdings war sie trotzdem nicht besonders schön, und die 6 Reais wären besser in einen Caipi investiert gewesen. Wer aber auf Holzechnitzereien steht ist dort genau richtig. Ansonsten sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert, gab aber nichts mehr aufregendes zu Sehen. Somit sind wir auch Abends wieder weitergefahren um am nächsten Tag in Itaunaus anzukommen.

Itaunaus ist ein kleines Fischerdorf, dass sich unverständlicherweise zu einer Partymeile gemausert hat. So ist dort laut Reiseführer von Dezember bis März Tanzen und Saufen pur angesagt. Als wir dort ankamen war davon aber nichts zu spüren, und offensichtlich beginnt die Saison erst nach Weihnachten. War mir aber auch lieber so, denn dort gibt es neben den schönen und ca. 50 hohen Sanddünen am Strand, unter denen auch die alte Stadt begraben liegt, auch noch einen Nationalpark.

Den ersten Abend sind wir aber nach dem Essen gehen schnell wieder ins Bett um uns einmal wieder vom Busfahren und umsteigen zu erholen. Richtig los ging es erst am Nächsten Tag, Sonntag den 16.12, denn gleich nach dem Frühstück hat uns der Besitzer unserer Pension, der gleichzeitig noch Veterinär und Hobbyfalkner ist, eine Vorführung gegeben. Wirklich erstaunlich wie gut man einige Vögel trainieren kann, so dass sie auf Kommando zurückgeflogen kommen. Am Nachmittag sind wir dann noch Kajakfahren gegangen um einiges von der heimischen Pflanzen- und Vogelwelt kennen zu lernen. Da der Führer aber nur portugiesisch sprach blieb nix hängen.

Den letzten Tag haben wir dann noch genutzt um einen Ausritt zu machen und so ging es von der Stadt weg die Küste entlang bis zum Grenzfluss zum nächsten Staat, nämlich Bahia. Eigentlich hatte ich ja gar keine Lust schon wieder reiten zu gehen, vor allem da ich dabei immer durch nicht können glänze, aber die beiden Mädels wollte es unbedingt und ich kann ja nicht immer der Spielverderber sein.

Nun war mein Pferd aber sehr umgänglich und hat perfekt auf meine Befehlssignale reagiert und dank des weichen Sandbodens konnte ich somit zum ersten mal Gallop reiten. Bei den vorherigen Ausritten wäre ich dabei jedesmal fast aus dem Sattel gerutscht, doch dieses mal klappte es ziemlich gut. Das Glücksgefühl endlich im Gallop reiten zu können wurde dann natürlich noch von dem herrlichen Gefühl, an einem Menschenleeren Strand durch die Wellen zu galoppieren, gepuscht. Man hätte vor Freude Jubeln können. Daher bin ich dann die meiste Zeit im Galopp geritten und ließ meine Begleitung die fast immer hinter mir.

Dafür hab ich dann aber am Ende auch meine Quittung bekommen denn das zweistündige Galoppieren hat meinen Po gut aufgescheuert, wodurch die nächsten zwei Tage Busfahren mir nochmal wesentlich schlimmer und länger vorkamen.

So sind wir also am Montag den 17.12. nach dem Ausritt in Itaunaus aufgebrochen und sind von dort weiter nach Porto Seguro, dem Erstlandeplatz der Portugiesen in Brasilien. Dort hatten wir nur ca. 12 Stunden Aufenthalt, und haben uns deshalb nur das alte historische Zentrum angesehen. Hat mich nicht gerade umgehauen, was aber wahrscheinlich eher an meiner Müdigkeit und Unwillen lag, als an der Stadt. Abends ging es dann weiter nach Salvador, wo wir dann endlich sicher am letzten Mittwoch, den 19.12.07, angekommen sind.

In Salvador nahmen wir uns ein Taxi von der Rodoviaria aus zu unserem favourisiert Hotel, dem Athemis, welches im 7. Stock eines Hochhauses mitten in Pelourinho liegt. Wahrlich eine super zentrale Lage, und von der Dachterrasse hat man einen tollen Blick über das Zentrum und die Haafenbucht. Am Mittwoch haben wir dann morgens erstmal gut im Hotel gefrühstückt, um danach ein Erhohlungsnickerchen zu machen. Später sind wir dann noch durch Pelourinho gestreift um einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Gestern am Donnerstag haben wir uns mit dem Bus nach Praia do Forte aufgemacht, um dort ein Schildkrötenreservat zu besuchen und natürlich am Strand zu liegen. Anna hatte gehofft auch ein paar Babyschildkröten beim Schlüpfen zu sehen, allerdings passiert dass ja unterirdisch und aus dem Sand kommen die kleinen nur Nachts, um ins Meer zu huschen. Immerhin konnten wir viele von den kleinen Dinger, eingesperrt in einen Pool und zum ewigen Schwimmen verdammt, sehen.

Auch mit der Unterbringung der Übrigen Schildkröten und Fische hätte jeder Tierschützer seine Freude. Es gab dort auch ein Becken mit lebendigen Langusten, und dadurch in Appetit versetzt ging es zum Palmenstrand wo wir uns abends noch frische Langusten und Kokosnüsse zum Trinken gegönnt haben.

Heute machen die zwei Mädels ihren Shoppingtag, was mir endlich die Gelegenheit gab meine Wäsche zum Waschen zu bringen und den Eintrag hier zu schreiben. Nachher werde ich für die Lieben zuhause noch ein paar Karten schreiben und mal sehen ob ich ein paar Geschenke für Weihnachten bekommen die man heim schicken kann. Da das Geld aber knapp ist kann ich nichts versprechen.

Am letzten Freitag sind wir also müde um 23:30 in Florianopolis angekommen, von dem man sagt es sei das Mallorca der Brasilianer. Vor allem der Stadteil auf der Insel kommt mir sehr schön vor, dank der modernen Gebäude, der grünen Hügellandschaft und natürlich der von Palmen gesäumten Küste. Der nette Mann aus dem ?Hostal House? hat uns vom Flughafen abgeholt und am nächsten Tag haben wir dann erstmal schön ausgeschlafen. Wir mussten nur den Schlaf kurz unterbrechen um uns gegen halb 10 zum Frühstück zu schleppen um danach wieder weiter schlafen zu können. Als wir dann geduscht und angezogen gegen 13 Uhr mal wieder runter zur Rezeption sind, ist doch just die Sophia gekommen um uns abzuholen. Natürlich haben Anna und Sophia sich gefreut sich wieder zu sehen, aber auch ich war froh endlich wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Als erstes sind wir mit einem Bus zu Joaquina gefahren, einem Sanddünenstrand, und haben dort ein Picknick am Strand gemacht. Leider sind aber bald Wolken aufgezogen, so dass wir ca um 17 Uhr schon wieder zurückgefahren sind. Die Sophia ist dann mit uns zum Hostal gefahren, weil wir uns um 20 Uhr schon wieder mit ihren Kolleginnen Ally und Sandra zum Pizzaessen im Casale treffen wollten. Dort gab es die beste Pizza seit dem ich Südamerika bin, wohl weil der Koch und Besitzer ein eingewanderter Italiener aus Napoli ist.

Am Sonntag, den 2. Dezember (hier kommen aber bei 30 Grad im Schatten gar keine Weihnachtsgefühle auf!), haben wir mit den Familien von Ally und Sandra, und natürlich auch mit der Sophia, eine Rundfahrt zu verschiedenen Insel bei Florianopolis gemacht. Ich hatte mir eigentlich was anderes darunter vorgestellt, da es aus Sandras Mund so geklungen hatte als ob Margarita, die Gastmutter von Ally, die Rundfahrt organisiert hätte. Allerdings stellte sich dann heraus dass wir uns den Kahn noch mit anderen 100 Touristen teilen mussten! So was finde ich natürlich nicht so geil. Aber trotzdem war es schön mal auf den vorgeschobenen Inselchen die alten portugiesischen Festungsanlagen anzusehen. Abends hat dann Pedro, der von Beruf Koch ist und der Gastvater von Ally, ein Assado aus Anlass des Abschieds von Ally gegeben. War natürlich sehr Fleischlastig, was mir aber gerade mal wieder recht kam, und dazu noch sehr gut geschmeckt hat.

Am letzten vollen Tag in Florianopolis sind wir dann noch Tauchen gegangen. Endlich bin ich mal dazugekommen, da mir dass Schicksal auf der Osterinsel und auf den Galapagosinseln immer einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Allerdings hab ich wie Sophia nur einen Tauchgang mit einem Divemaster gemacht, da ich seit ich meinen Tauchschein gemacht habe schon ca 13. Jahre vergangen sind und ich seitdem nicht mehr Tauchen war. Also hatte ich vom Gebrauch des Equipments gar keine Ahnung mehr, was mir jetzt allerdings wieder einigermaßen drin ist. Hat aber sehr viel Spass gemacht und deshalb muss ich das bald wiederholen.

Von Sonntag auf Montag haben wir dann bei Sophias Gastfamilie übernachtet um am Morgen gemeinsam zur Busstation fahren zu können. Marillo, der Sohn der Gastfamilie, hat uns netterweise dort hingebracht. Somit sind wir dann um 9:15 Uhr nach Curitiba gefahren.

In Curitiba haben wir nur einen Stop von ca. 15 bis 20 Uhr gemacht, und uns während des Aufenthaltes den botanischen Garten angesehen. Die Stadt war wirklich sehr schön, auch wieder sehr grün und das Bussystem machte einen hervorragenden Eindruck. Überhaupt gefallen mir die brasilianischen Städte bisher wesentlich besser als die Chilenischen. Um 20 Uhr sind wir dann in den Bus gestiegen, der uns nach Rio de Janeiro gebracht hat, was ca. 13 Stunden dauerte.

In Rio sind wir nur umgestiegen und haben einen Bus nach Angra dos Reis genommen, um von dort zur Illa Grande zu fahren, die schönste Insel an der Grünen Küste. Die Fähren fahren mehrmals täglich, und kosten 10 Reais.

Also sind wir diesen Mittwoch, den 5.12.07, auf der Insel angekommen. Es fällt einem gleich auf dass es hier keine Autos gibt, denn schon beim Aussteigen erwarten einen Kofferträger mit ihren Schubkarren, und die kleinen Sandwege lassen kaum Verkehr zu. Es gibt wohl einen Krankenwagen und einmal hab ich ein Quad gesehen. Leider ist die Insel aber touristischer als gedacht, vor allem weil am Tag der Ankunft ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor der Bucht lag und demnach entsprechender Menschenauflauf war. Am Steg sind wir von einem netten Mann angesprochen worden, ob wir nicht ins D'Pillel einchecken wollen, was im Nachhinein auch keine schlechte Entscheidung war. Das Frühstück ist wirklich phänomenal, All-you-can-eat mit Mangos, Papayas, Ananas, Wasser- und Honigmelone, natürlich Brot, Schicken und Käse, Schoko- und Bananenkuchen, frischen Fruchtsäften, Tee, Kafee und Milch und Müsli. So gut wird's wahrscheinlich nicht wieder werden. Hat mit 12 Euro die Übernachtung natürlich seinen Preis.

Diesen Donnerstag sind wir dann mit einem Schnellboot einmal um die Insel gefahren um ca. 8 Strände zu besuchen. War wirklich großartig, sowas hab ich bisher noch nicht gesehen, wahrlich ein subtropische Paradies. In den von Palmen umgebenen Lagunen war man auch außer den 7 Tourbegleitern fast allein. Wir sind von Klippen ins Meer gesprungen, haben uns in einer Flüssmündung mit einem Seil ins Wasser geschwungen (natürlich nicht so geil wie am Königssee) und haben beim Schnorcheln viele Fische gesehen.

Heute am Freitag ist faulenzen angesagt, denn seit gestern regnet es immer mal wieder in Strömen, und leider soll das Wetter auch schlecht bleiben bis Dienstag, wenn wir wieder nach Rio fahren. Daher haben wir heute nur ein bisschen die Stadt erkundet, und ich hab verzweifeltet versucht mim Michi über Skype zu reden, was wegen dem blöden Mikro nicht funktioniert hat und die zwei Frauen haben nach Herzenslust die Shops ausgekundschaftet.

Morgen gehen wir dann entweder tauchen oder machen eine Wanderung zu einem abgelegenen Strand. Bisher bin ich wirklich begeistert von der Küste im Süden Brasiliens.

Bevor es weiter nach Santa Cruz ging, haben wir noch einen Abstecher auf die Insel South Plaza gemacht. Dazu mussten wir schon um 6 Uhr an Land gehen, weil um 9 Uhr Andrew aus England in Baltra abgeliefert werden musste. Ab Mittag, als auch die neue Passagierin an Bord war, ging's weiter nach Puerto Ayora. In der Stadt gibt es meiner Meinung nach nichts besonderes zu sehen, es reihen sich Souvenierläden und Tourveranstalter in jeder Straße aneinander. In dieser Stadt dürft man auch in ganz Galapagos die meisten Touristen antreffen. Der Ausflug dahin läuft zwar unter dem Deckmantel die Charles Darwin Station zu besuchen, in Wirklichkeit wird aber die Zeit in der Stadt benötigt um kleine Reparaturen am Schiff durchzuführen und die Vorräte aufzufrischen und wegen des Passagierwechsels.

Die Charles Darwin Station kam mir selbst etwas heruntergekommen vor, vor allem die Gehege für die Schildkrötenaufzucht sind relativ klein und die Riesenschildkröten liegen nur faul herum.

Natürlich haben wir auch Lonesome Gorge gesehen, die letzte Höckerschildkröte ihrer Art weltweit. Es werden verzweifelte Versuche unternommen um Weibchen mit ähnlicher Genstruktur zu besamen und somit die Rasse zu erhalten, was bisher aber ohne Erfolg verlief. Auch wird Diskutiert ob man Gorge klonen soll, wohl fehlt aber das Geld dazu. Nach dem Besuch der Station hatte man 2 Stunden Zeit die Stadt zu erkunden, bevor man wieder aufs Schiff musste.

Am 5. Tag der Kreuzfahrt, Montag den 20.11, sind wir am Vormittag noch ins Hochland von Santa Cruz gefahren, um dort die Zwillinge, zwei riesige Einsturztrichter zu besuchen. Es folgte noch eine kleine Wanderrung durch den Wald auf der Luvseite des Berges, um Vögel zu beobachten, bevor wir zurück zum Schiff fuhren um endlich zur nächsten Insel, Santa Fe, aufzubrechen.

Bei Santa Fe haben wir dann das erste mal mit Meereschildkröten schwimmen können, und auch sonst war viel zu sehen, da das Wasser schön klar war. Auf der Insel hat sich auch eine große Seelöwen Kolonie niedergelassen die man beim Schlafen auf dem goldenen Sandstrand beobachten konnte.

Die nächsten zwei vollen Tage der Kreuzfahrt haben wir noch Española und Fernandina besucht. Auf den Inseln konnte man Blaufußtölpel, Maskentölpel, Leguane und auch wieder viele Seelöwen sehen. Einmal wollte ich beim Schnorchel bei Fernandina einen Kugelfisch schnappen, was tatsächlich auch funktioniert hat, weil der dumme Fisch nicht vor mir geflohen ist. Leider war dass auch nicht nötig, den kaum in der Hand hat er mich gleich mal ordentlich in die Selbe gestochen. Sofort wieder losgelassen sah er aber keinen Grund zu flüchten sonder blieb seelenruhig auf seinem Platz. Ich bin natürlich gleich aufgetaucht den die Hand tat mir ziemlich weh, und Anna hat gleich einen Panikanfall bekommen, weil Kugelfische ja giftig sind. Die Angst hat sich auch auf mich übertragen und wir sind gleich zurück zum Strand geschwommen um den Führer zu fragen. Auf dem Weg zu Efren, der gerade der Crew beim Fußballspielen zugeschaut hat, ist mir schon etwas mulmig gewesen und ich dachte tatsächlich dass etwas nicht stimmt. Allerdings sind nach Auskunft Efrens nur die Bisse gefährlich, und somit war ich wieder beruhigt. Jaja die Psyche.

Am letzten Tag der 8. tägigen Kreuzfahrt, Freitag den 23.11, haben wir uns noch Seymore Süd angesehen, wo man vor allem Fregattvögel mit dem roten Kehlsack antreffen kann. Somit war leider der Höhepunkt der Galapagosreise vorbei. So etwas werde ich mir wohl länger nicht mehr leisten können. Wir wurden ziemlich früh an der Mole abgesetzt und sind zum Flughafen gefahren. Von dort gings dann zurück nach Puerto Ayora um nach Isabella und Puero Villamil zu fahren.

Dort waren wir dann 3 Nächte im Hotel San Vincente. Das Hotel ist nur zu empfehlen, sauber, gutes Essen und freundliche Leute. Als wir am Freitag nachmittag dort nach der zweistündigen Überfahrt ankamen, haben wir zuerst mit einem Führer dort ein Schildkrötenreservoir der Chalres Darwin Station besucht, welches um einiges moderner ist als das auf Santa Cruz. Kurz vorm Abendessen sind wir noch zu einer Salzlagune gegangen, welche normal von ca. 45 Pelikanen bevölkert ist. Da sich aber im Moment kaum Wasser darin befindet war nur ein Pelikan da. Als wir am Sonntag nochmal dort waren hatten wir mehr Glück und konnten 3 Pelikane ganz nah betrachten.

Am Samstag haben wir den Vulkan Sierre Negra besucht, welcher weltweit den zweitgrößten Durchmesser hat, immerhin 12 Kilometer. Zum Vulkan ging's 30 Minuten mit dem Taxi, und dann 1 Stunde im Trabschritt auf einem Pferd. Der Vulkan war wirklich beeindruckend groß, und ist auch noch immer aktiv, und man kann anhand der unterschiedlichen Farben der erstarrten Lavaflüße auch erkennen wo die neueren Erruptionen stattfanden. Am Nachmittag haben wir dann noch die Tintoreras besucht, wo sich viele Babyleguane sonnenbaden und man in einem kleinen Vulkankanal in einer Bucht oft Weißflossenhaie sehen kann.

Am letzten Sonntag, den 25.11, sind wir dann zu einem Schildkröten Gehege bei Campo Duro in der Nähe des Vulkans gefahren. Dort leben die Schildkröten in einem semi-naturalem Gehege, das heißt sie ernähren sich hauptsächlich von den Pflanzen im Gehege, werden aber auch noch zusätzlich gefüttert. Daher sind die Schildkröten dort auch um einiges kräftiger und größer als im Reservat der Charles Darwin Station. Das Gehege wird von dem sehr freundlicen Besitzer des Campingplatzes Campo Duro betreut und er hat es auch angelegt.

Am Montag wollten wir dann mit einem Schnellbot nach Santa Cruz und dann weiter nach San Christobal fahren. Leider waren aber keine Plätze mehr auf beiden Booten frei, daher mussten wir die einzige mögliche Alternative nehmen, die das doppelte kosten sollte, ein Flugzeug. So haben wir immerhin einen Teil der Insel von Oben gesehen die wir besucht haben. Angekommen sind wir ins Hotel Mar Azul eingecheckt, was uns ein sehr großes Zimmer mit Klimaanlage, Kabelfernsehen und Privatbad mit Warmwasser bot, Luxux pur!

Am Dienstag haben wir dann noch den Fregatten-Pfad bewandert welcher von der ?Casa de Interpredacion? aus startet und in gut 2 Stunden abzugehen ist. Leider haben wir nur Fregattbabies gesehen und nicht die Fregattvögel mit dem roten Kehlsack.

Am Mittwoch sind wir dann schon um 6 Uhr mit einem Schnellboot nach Baltra gefahren, was schlappe 35 Dollar gekostet hat. Da ich gut müde war verging die Fahrt beim Schlafen wie im Flug. Am Flughafen um 9 Uhr angekommen sind wir dann ca. gegen 13 Uhr weggeflogen und am nächsten Tag um 6 Uhr in Santiago angekommen, nach einem kleinen Aufenthalt in Lima.

Am Donnerstag haben wir dann bei unseren chilenieschen Freunden Joel und Claudia übernachtet, bei denen wir auch unser übriges Gepäck verstauen und dort somit auch umpacken konnten. Am nächsten Tag den 30.11.07 sollte dann der nächste Flug nach Florianopolis weitergehen, der auch wieder den ganze Tag dauernd würde. Somit waren diese drei Tag nicht besonders entspannend.

Jetzt hab ich schon lange nichts mehr geschrieben, aber wenn man unterwegs ist und jeden Tag volles Programm hat, ist die Motivation abends noch nen Eintrag zu schreiben, den eh keiner liest, sehr gering.

Aber um euch auf dem aktuellen Stand zu halten schreib ich jetzt mal schnell ein bisschen was.

Die Zeit in Santiago war vor allem durchs Schule gehen bestimmt, ansonsten ist dort nichts besonderes vorgefallen. Nur gleich am ersten Tag als wir zurück kamen von La Serena bin ich Nachts, als ich zum Einkaufen gehen wollte, von ein paar Jugendlichen angepöbelt worden, die Geld wollten. Da ich aber nix hergeben wollte, hab ich eine aufs Maul bekommen, aber danach sind sie zum Glück abgehauen weil andere Leute gekommen sind. Jetzt bin ich etwas vorsichtiger wenn ich Abends raus gehe.

Am letzten Dienstag, den 13.11 sind wir nach Galapagos aufgebrochen. Eigentlich wollten wir ja erst am 17. dort eintrudeln, aber leider mussten wir unseren Flug ändern, weil die Kreuzfahrt die wir machen wollten uns am gleichen Tag, an dem wir sie ordern wollten, schon früher von anderen Leuten weggeschnappt wurde. Die wäre schön ?billig? gewesen, da in der untersten Kategorie.

Aber die Blockade der 2 Platze für das Schiff, die wir mit dem Reisebüro ausgemacht hatten, waren leider dem Besitzer nix wert, im Vergleich zu den Leuten die unbedingt kaufen wollten. Daher musste jetzt noch ne andere Kreuzfahrt in den letzten 2 Wochen für Galapagos her.

Natürlich war keine günstige 8-Tage Kreuzfahrt mehr zu haben, und so mussten wir 2 Klassen höher einkaufen. Zum Glück ist der Dollar grad so schlecht. Dazu kam dass auch noch die Flüge geändert werden mussten, weil die Kreuzfahrt einen Tag froher anfängt bevor wir ankommen. Genau den Tag gabs aber keine freien Flüge mehr, so dass wir 3 Tage früher anreisen mussten.

Am 13.11 sind wir somit nach Quito mit LAN geflogen, und wiedereinmal mussten wir uns um 5 Uhr aufquälen. Dort haben wir dann im schönen Hotel ?Casa de Sol? übernachtet, das ganz in der nähe unsere Reiseagentur ?Columbus Travel? war. Dort mussten wir nämlich auch noch hin, um die letzten paar Dollar zu begleichen, die ich nicht mehr über meine Kreditkarte zahlen konnte, und um unsere Tickets fürs Schiff zu holen.

Vom ersten Eindruck hat mir Quito sehr gut gefallen, eine grüne Stadt mit modernen Gebäuden die gut in Schuss sind. Allerdings sind wir in Quito nicht wirklich weit gekommen, weil wir ziemlich müde waren, und auch am nächsten Tag wieder um 5 aufstehen mussten.

Am 14.11 sind wir dann nach Galapagos über Guyaquil geflogen, und vom Flughafen auf Baltra brauch man dann ca. 2 Stunden nach Puerto Ayora, was ca. 2.60 USD kostet. Am gleichen Tag sind wir dann nur noch ins Hotel eingecheckt, und sind durch den Ort gebummelt und haben nach Touren ausschau gehalten, die Orte abdecken wo es mit unserer Luxuskreuzfahrt nicht hingeht. Leider gibt es auf die Inseln, Santiago und Rabiba keine Tagestouren, das heißt wir müssten dafür auch wieder eine Kreuzfahrt buchen. So groß ist dann mein Interesse dann doch wieder nicht.

Gestern am Donnerstag, wollten wir eigentlich erst zu Fuß zu Tortuga Bay gehen, aber als wir kurz mit der Hotelbesitzerin und Leiterin der Agentur ?Oceanic? gesprochen haben, sind wir kurzentschlossen zum Schnorcheln gefahren. Leider war das Wetter gestern sehr bescheiden, und es war auch windig, weshalb die Sicht beim Schnorcheln sehr eingeschränkt war.

Die Tour hat 25 Dollar gekostet, was völlig ok war, und im Vergleich zu der teuren Osterinsel ein richtiges Schnäppchen. So kostet hier auch die Languste im Restaurant nur 13 Euro, auf der Osterinsel wollten sie gleich 60 Euro verlangen!

Heute morgen sind wir dann um 6 Uhr aufgestanden um rechtzeitig zum Bus zu kommen, der um 7 und 7:30 zur Fährstation fährt. Am Flughafen sind wir dann um 9 angekommen, und dort hat sich Anna erstmal ihre Tasche gekauft die sie 2 Tage vorher erspäht hatte. Ich durfte sie zahlen.

Danach haben wir uns in ein Restaurant gesetzt, wo ich einen Brei aus Bananen und Kartoffeln, mit Stücken von Fisch und Huhn, eingewickelt in ein Palmblatt. Ein typisch ecuadorianisches Gericht, und es war auch sehr lecker, trotz der Ähnlichkeit mit Kotze.

Eigentlich sollte der Führer uns um ca. 11 Uhr abholen, aber auch um Viertel nach elf war niemand zu sehen. Zum Glück haben wir aber ein anderes Pärchen aus London getroffen, die auch auf der Fragatta gebucht hatten und die nun auch warteten. Somit war ich nicht allzu beunruhigt dass niemand kommen würde. Das Flugzeug mit den anderen Passagieren hatte Verspätung, und auch unser Führer kam ca. erst gegen Mittag an, so dass es noch bis 14 Uhr dauert bis wir dann endlich am Schiff waren.

Über die Fragatta kann ich bisher eigentlich nur Gutes berichten. Sie wurde 2003 Grund überholt, hat aber bis jetzt auch wieder etwas an Glanz verloren, so sehen viele Dinge doch ziemlich benutzt aus. Gut ist aber dass sie sehr geräumig ist. Es gibt ein Aufenthaltszimmer mit Fernseher und DVD-Player, auf dem 3. Deck ist viel Platz zum Sonnenbaden und auch die Kabine samt Toilettenabteil ist größer als erwartet und man hat hält sich somit dort auch gern auf.

Auch die Crew ist sehr nett, und der Koch zaubert mit seinem Gehilfen immer Köstlichkeiten. Das besten ist aber das Frühstück, denn es gibt immer Früchte und dazu Müsli und Yoguhrt. Eigentlich ist man danach schon satt, trotzdem wird einem dann noch ein Teller mit Käse und Schinken, und noch einer warmen Beilage, wie gebraten Würste oder Pfannkuchen aufgetischt.

Die nächsten acht Tage werd ich also wieder ein paar Kilo fetter.

Am gleichen Tag sind wir noch zum Strand Bachas gefahren, um dort Leguane, Krabben und Seerobben zu beobachten. Bis auf die Krabben kann man sich den Tieren bis auf nen guten halben Meter näher ohne dass die mit der Wimper zucken würden. Die Seerobben habens aber nicht so gern wenn man ihnen in der Sonne stehe, weshalb sie sich dann ein paar Zentimeter weiterschleppen. Die Leguane rühren sich auch nicht wenn man sie am Schwanz berührt, was man aber eigentlich nicht tun sollte. Das war nur einmal ein Wissenschaftlicher Test, und die absolute Ausnahme.

Am Samstag, den 10.11, sind wir dann zur nördlichsten Galapagos Insel gefahren, die besucht werden darf, namens Genovesa. Nur dort leben die Rotfußtölpel. Ansonsten trifft man aber auch noch viele andere Vögel an, wie z.B. den Maskentölpel, die Bindenfregatte und auch einen Raubvogel, die Sumpfohreule.

Interessant ist dass die Vögel meist nur wenige Meter oder Zentimeter neben dem Weg nisten, ohne sich um die ganze Touristen die schon seit Jahren auf die Insel kommen zu scheren.

Zum Schluss der beiden Ausflüge zu den zwei Besucherstandorten konnte wir noch am Riff schnorcheln. Kurz ist auch eine Robbe mit mir geschwommen, da sie von einem Felsen neben mir ins Meer gesprungen ist.

Heute am Sonntag sind wir dann zurück über den Äquator zur Insel Bartolome gefahren, auf der man von einem Vulkan aus einen schönen Blick über das jüngste Gebiet auf Galapagos hat. Denn an dieser Stelle befindet sich ein Hotspot, und dort kommt es daher zu den meisten Ausbrüchen und damit zur Inselentstehungen. Einmal fest auf den Kontinetalplatten verankert, wander die Insel dann jährlich ca. 5 cm weg vom Hotspot.

Nach dem Hügel gings dann mit dem Beiboot zum Goldsandstrand, wo es wieder Robben zu sehen gab, und man danach Schnorcheln konnte. Normalerweise kann man hier auch Haie sehen, leider hatten wir aber kein Glück. Das Wasser war bedauerlicherweise auch wieder sehr verschmutzt, und so konnte man nicht besonders weit sehen. Kurz konnte ich einen Pinguin sehen, der in eine Schwarm von kleinen Fischen schwamm um sich sein Mittagessen zu holen.

Heute Nachmittag sind wir dann zur Black Turtle Cove gefahren, eine schöne Mangrovenbucht. Typischerweise war aber dort das Wasser auch total wieder dreckig und so konnte man nicht viel im Wasser sehen. Laut Führer Efren sollte um die Zeit das Wasser eigentlich klar sein. Immerhin gab es ein paar Schildkröten die zum Schnaufen auftauchen mussten. Einmal konnte ich auch einen Weißflossenhai sehen, die normalerweise in diesem Gebiet schlafen.

Morgen geht?s weiter nach Santa Cruz, auf der Puerto Ayora liegt, die wichtigste Stadt des Archipels.