Am Dienstag sind wir dann um 20 Uhr in Santiago angekommen und mit dem Taxi zu Claudia und Joel gefahren die uns eingeladen haben für zwei Nächte bei Ihnen zu schlafen. Dieses nette Angebot haben wir natürlich gerne angenommen obwohl wir natürlich auch bei Lilly hätten schlafen können. Die beiden haben gerade seit einem Monat ein neues Apartment in Zentrum von Santiago bezogen.

Deshalb war die Wohnung nur spärlich eingerichtet und es gab eigentlich nur ein Bett in unserem Zimmer, aber immerhin ein eigenes Bad. Und da das Haus neu gebaut worden ist war es mir endlich mal wieder vergönnt mich vernünftig zu duschen mit einem Wasserstrahl der einem die Haut vom Körper strahlt. So mag ichs.

Zeit zum Ausspannen hatten wir die eineinhalb Tage aber in Santiago nicht, da wir unsere Sachen waschen und neu umpacken mussten. Dann hat Anna auch noch ein kleines Fotoalbum mit Bilder von der Osterinsel für Claudio und Joel gebastelt und wir mussten auch noch in der Schule Bellavista vorbeischauen, wegen dem Revista das ich layouten muss. Außerdem haben wir uns am Mittwoch auch noch mit den vier Reisegefährten bei Joel und Claudio getroffen.

Mit dem ganzen Stress kommts einem so vor als wäre man nie auf der Osterinsel gewesen, den dort erscheint einem das Leben irgendwie surreal.

Um 19 Uhr gestern sind wir nach Arica in den Norden von Chile geflogen. Der Flug hat 4 Stunden gedauert, weil wir zwei mal zwischengelandet sind. Im Flugzeug haben wir dann beim Anflug auf Arica mit unserem Sitznachbarn Fernando ein bisschen zum Plaudern angefangen und er hat uns erzählt was es in Arica so zu sehen gibt und wo wir denn Wohnen werden.

Fernando haben wir dann beim Gepäckband wieder getroffen und er hat uns angeboten uns zu unserem Hostel zu bringen. Uns war natürlich flau im Magen mit ihm mitzufahren aber da er von seinen Eltern abgeholt wurde haben wir uns gedacht dass er uns wohl kaum ausrauben wird. Solche Freundlichkeit ist man aus Deutschland nicht gewöhnt und man vermutet irgendwie immer zuerst eine Böse Absicht dahinter. Ich hoffe das wird sich aber nie erfüllen.

Als wir beim Hostel angekommen sind hat er uns dann noch seine Telefonnummer aufgeschrieben und gemeint dass wir jederzeit Rund um die Uhr bei ihm anrufen können falls wir Probleme oder Fragen haben. Wirklich sehr nett.

Das Hostel ?Sunny Days? selbst liegt nicht gerade in einem der schönen Stadtteile, aber dafür ist es passabel sauber, es gibt ein großes Frühstück und kostenlosen Wireless-Internetzugang. Heute haben wir dann lange geschlafen da wir noch etwas erschöpft von den 10 Tagen Osterinsel sind. Des weiteren die nächsten Reise-Tage geplant und Anna hat Emails geschrieben. Abends sind wir dann noch ins Zentrum von Arica um Meeresfrüchte zu essen. Leider gabs beim ?Rey de los Mariscos? keine besonders große Auswahl and Meeresfrüchten und das Essen ?Picante de Mariscos? war leider auch nicht gerade gut. Nach ungefähr der Hälfte hätte ich nichts mehr runtergebracht.

Jetzt noch kurz zu unseren nächsten Reisezielen.

Morgen werden wir uns die Sehenswürdigkeiten in Arica zu Gemüte führen und das Valle de Azapa, in dem die ältesten Mumien der Welt gefunden wurden. Am Sonntag werden wir dann wahrscheinlich nach Putre fahren. ein kleines Dorf auf 3500 Meter Höhe, um von dort die Nationalparks in den Anden zu besuchen. Aber wie wir das machen ist noch nicht sicher.

Jetzt ist also der letzte Tag auf der Osterinsel. Sitze gerade am Flughafen und warte auf darauf ins Flugzeug zu dürfen. Deshalb hab ich Zeit mal kurz zusammenzufassen was wir ab letzten Mittwoch noch gemacht haben.

Am letzten Donnerstag haben wir mit den anderen vier Chilenen eine Pferdetour auf den Manga Terevaka, dem höchsten Punkt der Insel, gemacht. Diese ging um 14 Uhr los, also haben wir an dem Tag mal schön bis 10 Uhr ausgeschlafen. Nach dem Frühstück ein paar Postkarten geschrieben die bei den glücklichen Empfängern die nächsten Wochen eintrudeln dürften. Die Tour selbst war dann nicht so berauschend. War das erste mal dass ich geritten bin und mein Po tat mir nach den 4 Stunden ritt ziemlich weh. Vor allem gings mit dem Pferd auch nicht schneller voran als zu Fuß weshalb ich sagen muss dass es besser gewesen wäre da hoch zugehen anstatt zu 30 Euro für die Tour zu investieren. Der ?Gipfel? ist ja eh nur 500 m über dem Meerespiegel. Außerdem war die Sicht an dem Tag sehr schlecht und am Horizont konnte man viele Wolken bestaunen.

Am Abend haben wir uns dann eine Aufführung traditioneller Tänze der Insulaner besucht. Das war wirklich schön anzusehen, um einiges interessanter als beim Schuaplatteln zuzuschauen, vor allem weil die Tänzerinnen leicht bekleidet waren. ;) Vielleicht gibt?s davon bald ein Video.

Am Freitag sind wir dann nochmal alle gemeinsam zu sechst nach Anakena gefahren und ich und Joel sind zu Fuß für zwei Studen in den Nordosten der Insel gewandert. Außer kaputten Ahus und ein Paar Hühner haben wir nur noch eine Bucht mit ein paar Korallen gefunden und eine Höhle die wohl manchmal zum Schlafen für die Hirte dient. Am Abend sind wir dann zu einem Essen das zur Unterstützung der Königin der Osterinsel ausgerichtet wurde und für das man 7.50 Euro löhnen müsste. Die Königin wird wohl jedes Jahr gewählt, über die Funktion bin ich mir aber unklar. Ich vermute dass Sie wohl eine Rolle bei den traditionellen Wettkämpfen unter den Inselbewohnern Anfang Februar spielt. Das Essen war mit einigen typischen Spezialitäten der Osterinsel versehen, wie zum Beispiel der süßlichen, bläulichen und äußerst ausgezeichneten Kartoffelart namens Camote und dem ebenso köstlichen Bannanenbrot Po'e. Somit ist die Liste meine Lieblingsessen wieder um zwei Speisen reicher.

Am Samstag hab ich mir dann ein Auto für drei Tage bis Montag ausgeliehen, um nochmal die schönsten Orte auf der Insel abfahren zu können. Am Vormittag sind wir mit Claudio einem Chilenen der auch im Hostal wohnt, mit einem Boot zu den Inseln (Motus) vor Orongo gefahren auf denen in den alten Zeiten die Anwärter für den Königsthron ausharten um ein Ei der Zugvögel zu ergattern. Wer als erster wieder mit einem Ei in Orongo ankam konnte für ein Jahr der Vogelmann sein oder seinen Klanchef bestimmen. Das Wasser um die Motus war kristall Klar und besonders schön blau, wie man auch auf den Bilder erkenne kann, die bald online gestellt werden. Da konnte ich dann ein bisschen schnorcheln, leider aber nicht mehr sehen als einen Fisch.

Den Rest des Tages haben wir aber dann irgendwie vertrödelt, so dass wir nur am Abend noch mit Ivone und Lea, Claudia und Joel waren schon nach Santiago zurückgeflogen, am Strand von Anakena gefahren sind.

Sonntags wollte ich eigentlich zuerst in die Kirche gehen, dann hab ichs mir aber doch unter lautem Protest der Anna anders überlegt. Denn Anna wollte mit dem Pferd eine Tour machen und hab mir dann ausgemalt dass sie mit mir die Ostküste abfahren könnte. Zuerst würde ich sie mit dem Auto bis zum nördlichsten Ahu der mit dem Auto zu erreichen ist begleiten und dann zu Fuß weiter den nördlichen Teil der als Schutzgebiet ausgewiesen ist und damit nicht mit dem Auto zu befahren ist erkunden. Leider hat das natürlich alles nicht ganz so geklappt. Das erste Pferd das Anna reiten sollte wollte sich nur galoppierend fortbewegen. Das heißt Anna ist aus dem Hof des Pferdehalters raus und dann hat das Pferd gleich angefangen los zu rennen und ist schnurstracks über die Hauptstraße gepest. Da hat auch das stärkste am Zügel ziehen nicht geholfen aber zum Glück hat das Pferd nach ein paar hundert Meter gehalten um etwas Gras zu fressen. Also musste wir dieses gegen ein anderes tauschen was eine Stunde gekostet hat. Deshalb sind wir dann erst gegen Mittags los. Das neue Pferd war dann um einige gemütlicher so dass es eigentlich nur dazu zu bewegen war sich in Schrittgeschwindigkeit auf dem holprigen Sandweg lang zu trotten. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und so musste ich immer ewig auf Anna warten da ich mit dem Jeep 10 mal schneller vorwärts kam was immerhin den Vorteil hatte dass ich mir den Teil der Insel ausgiebig anschauen konnte. Auf dem Weg haben wir dann auch noch ein Pferd gefunden das in einen Stacheldraht gefallen ist und nicht mehr aufstehen konnte. Als alter Tierfreund wollte ich dem Pferd natürlich helfen. Zuerst hab ich mich zu den nahe liegenden Häusern aufgemacht um den Besitzer ausfindig zu machen. Allerdings war in beiden Häuser keiner da. Kurz nachdem ich wieder zum Pferd zurück bin sind zwei Chilenen auf Motorrädern gekommen und haben auch gehalten um dem Pferd zu helfen. Die haben dann auch erzählt dass es nichts gebracht hätte den Besitzer zu suchen da ein Pferd auf der Osterinsel keinen Pfifferling wert ist. Die zwei haben dann die übrigen zwei Drähte noch gekappt und wir haben versucht das Pferd zum aufstehen zu bewegen was aber nicht geklappt hat. So haben wir unseren Weg wieder fortgesetzt da wir nicht weiter helfen konnten.

Als wird dann am Parkplatz angekommen sind von dem aus ich die eigentliche Tour starten wollte war Anna schon ganz fertig vom Reiten. Somit blieb dann nichts anderes übrig als zurückzukehren, vorallem weil wir schon zwei Stunden zum Parkplatz gebraucht haben. So sind wir dann um 4 Uhr wieder in Hanga Roa angekommen.

Am Montag wollte ich dann Vormittags tauchen gehen, leider hat das auch nicht geklappt da an diesem Tag das Meer so stürmisch war und weil ich schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr getaucht bin war es Ihnen leider zu gefährlich. Somit haben wir dann an dem Tag nochmal alle wichtigen Stätten die wir nochmal sehen wollte aufgesucht.

An dem Vormittag hatte ich aber noch Ärger mit der Polizei,weil ich auf einem praktisch nicht sichtbaren Zebrastreifen geparkt hatte. Zudem habe ich auch nur meinen Deutschen Führerschein dabei, der in Chile ungültig ist und nicht weiterhilft. Zum Glück hatte der Polizist aber erbarmen, wohl auch weil wir am nächsten ja schon wieder im Flieger sitzen würden und der Bürokratiekram mir eine Strafe zu verpassen wohl zu lange gedauert hätte. Das ganze fand ich aber sowie albern, da niemand auf der Insel einen Helm trägt und viele Autos die da Rumgurcken mit Sicherheit nicht mehr den Ansprüchen des Straßenverkehrs genügen. Aber den Polizisten macht's wahrscheinlich Spass die Gringos zu Ärgern.

Letzten Sonntag sind wir wohl gespeist und gut gelaunt, dank der vorzüglichen Küche und des digitalen Unterhaltungssystems an Bord des LAN Flugzeuges, auf Rapa Nui angekommen. Rapa Nui ist der Name der Osterinsel in der gleichnamigen Sprache und bedeutet ?Nabel der Welt?. Ich war Anfangs etwas enttäuscht von dem Bewuchs der Insel, da sie nur wenig Waldfläche hat und auch die Wiesen ziemlich braun wirken. Dies liegt aber daran dass überall Vulkangeröll auf den Weiden liegt und somit die Farbwahrnehumg aus der Ferne etwas in die Irre geführt wird. Wenn man genauer hinsieht ist das Gras zwar nicht sattgrün aber auch nicht verdört.

Zuerst hat uns ein Angestellter aus dem Hostel abgeholt, der uns netter weise mit einem Blumenkranz begrüßt hat. Leider hatte er dann aber eine schlechte Nachricht als nächstes für uns bereit, da dass Zimmer in das wir sollten noch bis Dienstag belegt sein würde. Aber er hatte eine Ausweichmöglichkeit organisiert die wir dann wohl oder übel annehmen mussten. Das dies nichts Gutes bedeutete dachte ich mir gleich, und wurde auch bestätigt. Wir kamen in eine klein Pension, mit einer rührend netten Besitzerin. Leider war aber das Zimmer ziemlich klein und bestand eigentlich nur aus Bett und Bad. Weiter war auch noch ein Spalt zwischen Wand und Dach bei dem das dazwischen gespannte Insektengitter kaput war und wir somit öfters Besuch von Kakerlaken bekamen. Es macht nun mal keinen Spaß in Zimmer zu kommen und zu sehen wie 3 Kakerlaken vom Bett huschen, oder mit den Flipflops auf jagt nach den Saufiechern zu gehen. Um allerdings die Pension nicht zu verunglimpfen: Die anderen zwei Paare hatten keine Insekten im Zimmer und das Frühstück war ausgezeichnet. Wer also mal in die Pension Teresa Araki kommt sollte nicht das mittlere Zimmer nehmen.

Am gleichen Tag haben wir dann noch einen 2 stündigen Spaziergang durch den Ort gemacht, der offensichtlich vom Tourismus lebt, aber zugleich sehr chaotisch aussieht und einen Happen gegessen. Danach gings dann Todmüde ins Bett schließlich sind wir am Sonntag schon um 4 Aufgestanden und hatten auch nur 4 Stunden Schlaf.

Am nächsten morgen haben wir dann eines der Paare aus der Pension beim Frühstücken kennengelernt, Ivone und ihre Tochter Lea. Die beiden haben uns dann eingeladen ob wir mit ihnen etwas unternehmen wollen. Sie hatten auch schon zwei andere Chilenen, Jual und Claudia, kennen gelernt und so haben wir uns zu 6 ein Auto ausgeliehen. Die sind ziemlich teuer und schlagen mit 50 Euro am Tag zu buche. Mit dem ausgeliehenen Jeep haben wir dann gemütlich die östliche Küste der Osterinsel abgeklappert, an der die meisten Ahus (zeremonie Plattform) stehen. Auf den Ahus wiederum befinden sich, wenn sich nicht gerade umgekippt und zerbrochen sind, die Moais, die bekannten Steinskulpturen. Begonnen hat die Tur im Süden am großen Vulkan-Krater Rano Kau. Leider war es zu dieser Zeit nebelig und nieslig so dass man nicht so gut sehen konnte und das Ambiente genießen. Auch der plötzliche Regenguss hat uns dann schnell ins Auto zurückgetrieben. Nach einer halben Stunde wurde es aber wieder klar und wir konnten dann bis 19 Uhr alle wichtigen Punkte im Osten besuchen, darunter auch den Steinbruch in dem die Moai hergestellt wurden, bei angenehm bewölkten Himmel.

Gestern am Dienstag haben wir dann den westlichen Teil der mit dem Auto zu befahren ist, erkundet. Hier war die Straße schon nicht mehr Asphaltiert und die obere nördliche Hälfte der Insel ist dann auch nur zu Fuß oder Pferd zu bereisen.

Heute morgen sind wir dann um 5:30 aufgestanden um den Sonnenaufgang im Nordosten mitzuerleben. Also sind wir mit den Anderen zum Ahu Tongariki, an dem 15 Moais stehen, gefahren. Hier hat man einen tollen Blick, leider war aber der Horizont mit Wolken verdeckt, wodurch man die aufgehende Sonner nicht sehen konnte. Trotzdem konnte Anna ein paar schöne Bilder knipsen. Dannach gings kurz zum Hafen um nach Riesenschildkröten zu schauen, die um diese Uhrzeit sich manchmal da blicken lassen. Kurz haben wir auch welche gesehen.

Jetzt wollten wir aber alle schnell wieder in unsere Unterkünfte, denn ab 8 gibt?s Frühstück. Leider muss ich sagen, dass das Frühstück im Kanu Tau um Welten schlechter ist als in der anderen Pension. Hier gabs nur eine Semmel mit Marmelade dabei, und ein Kuchenstück zum Essen, im Teresa Araki immerhin 3 Semmeln mit Schinken, Käse, Avocado und Marmelade gereicht.

Das heißt ab morgen wird das Frühstück mit eingekauften aus dem Supermarkt verstärkt.

Heut waren wir dann noch mal beim Hafen um die Riesenschildkröten beim Fressen der Fischüberreste zu beäugen. Danach gings Richtung Norden zu einem nahegelegenen Ahu, auf dem der einzige Moai mit Augen steht. Da wurden wir dann überraschend von einer Verlobung feierenden Gruppe Insulaner auf Trunk und Kost eingeladen. Leider war einer der anwesenden stark mit Alkohol und Drogen voll gepumpt und deswegen etwas nervig. Sonst wars aber sehr nett.

Die Zeit verging also wie im Flug und schon war der Sonnenuntergang da. Den haben wir dann noch genossen bevors zu Fuß wieder ins Hostel ging.

Kann nur sagen dass ich bis jetzt die Osterinsel ziemlich interessant und unglaublich schön finde. Das liegt auch daran dass man oft niemanden weit und breit sieht, und die größte Menge an Touristen denen man begegnet vielleicht 10 Leute sind.

Diese Woche sollte also großer Ausnahmezustand in Santiago herrschen, zumindest wenn man den Chilenen glauben möchte. Allerdings waren die Fondas, sprich Bierzelte in denen zu Live Musik nach Herzenslust getanzt werden kann, und dass zu Oktoberfestpreisen (eine Halbe kostet mancherorts ihre gute 7.50 ?), nicht so überwältigend. Der Parque O'Higgins, in dem wir am 18. den Abend verbracht haben, war brechend voll und es war eine Qual sich durch die Menschenmassen zu quetschen. Anna wäre wegen ihrer Platzangst fast ausgeflippt als wir für 5 Minuten aus einem Menschenauflauf nicht mehr rauskamen. Zudem war außer Essen, Trinken und Tanzen nicht viel geboten. Allerdings war die Gesellschaft, bestehend aus meinem Spanischlehrer Sebastian und seinen Freunden sehr unterhaltsam. Trotzdem gings um 1 nach Haus, da ich nach 4 Stunden Unterhaltung durch die Huasos, die den Cueca, einen typischen Chilenischen Tanz, vorführten doch dann mal genug hatte. Solange hätte ich Schuplatteln wahrscheinlich nicht ausgehalten.

Auch die viel gelobte Militärparade am darauf folgenden Tag dem 19.09 war nicht so der Renner. Wir sind schon über pünktlich um 12 Uhr zum Parque O'Higgins gefahren. Dort haben wir uns mit Prapasri und Mark aus der Schule getroffen, um einen guten Platz zu suchen und drei Stunden auf den Beginn der Parade zu warten. Ausser uns waren natürlich noch Scharen Chilenischer Familien mit ihrer Brut da. Leider war die Sonne zudem ziemlich stark um die Mittagszeit und ich hatte aus Klugheit weder Sonnenschutzcreme noch Käppie dabei, weshalb es mir ziemlich den Schädel verbädelt hat. So leide ich jetzt noch unter Fieber und Halsschmerzen.

Durch den leichten Sonnenstich hab ich jedenfalls am Donnerstag den Vormittag fiebrig im Bett verbracht, und am Nachmittag hat mich Anna noch in die Mall ?Alto Las Condes?, angeblich eine der Besten Süd Amerikas, geschleppt. Was auch nicht die beste Idee war den Abends bin ich geschwächt ins Bett gefallen.

Den Freitag habe ich dann, dank Anna, das Layout für eine Zeitung in der Schule machen dürfen. Dazu gesellten sich noch zwei andere Klassenkameradinen von Anna. Die drei Frauen haben mir dann anschafft wies es gefälligst auszusehen hat. Um 22 Uhr war ich dann aber mit dem meisten fertig und konnte wiedermal Todmüde ins Bett fallen.

Da ich noch nicht so richtig gesund bin hab ich erstmal bis 9 Uhr heute geschlafen und dann schön langsam angefangen meine Sachen zu packen. Morgen geht?s nämlich für gut einen Monat auf Reisen durch Chile, beginnend mit der Osterinsel. Anfang Oktober fliegen wir dann weiter in die nördlichste Stadt Chiles, Arica, von der wir aus mit Bussen in Richtung Santiago alle Wunder in Chiles Norden besichtigen werden. Dafür haben wir ungefähr 3 Wochen eingeplant.

Das heist wundert euch nicht, liebe und zahlreiche Leserschaft wenn sich die Frequenz der Blogeinträge reduziert, auch wenn ihr gedacht hätte das sei unmöglich.