Lang lang ist's her Print E-mail
Saturday, 19 July 2008 00:00
Nach einer halben Ewigkeit (5 Monate vergehen schneller als man glaub..) hab ich nun endlich mal wieder die Lust gefunden etwas zu schreiben. Mittlerweile sind wir schon seit 2 Monaten von unserer Reise in Mittelamerika zurück, haben Peru und Bolivien schnell in 2 Wochen abgeklappert, einen Freiflug nach Tahti genutzt und uns daher zum Schluss noch auf einer Südseeinsel brutzeln lassen.

Da ich die letzte Zeit meinen Laptop nicht dabei hatte, habe ich immerhin eine gute Ausrede, warum ich keine neuen Einträge verfasst habe. Heute sitzen Anna und ich unfassbarer weise schon wieder in Atlanta und sind auf dem Weg ins schöne Deutschland. Das Jahr Reisen in Amerika kommt mir danach so kurz wie nur einen Monat. Aber ist ja immer so, erst will die Zeit gar nicht vergehen, und wenn sie dann rum ist weint man ihr nach.

Jedenfalls werde ich hoffentlich bald die fehlenden Reiseberichte nach schieben. Die Masse lechzt förmlich danach, dürfte man dem Besucher Zähler vertrauen!?!
Morgen bin ich jedenfalls wieder daheim, juhu!


 
Risiko auf See Print E-mail
Sunday, 24 February 2008 00:00

Als wir in Ushuaia ankamen (am Samstag, den 16.02.08), haben wir uns erstmal zu einem Internetcafe aufgemacht um die Nachricht von Inga abzurufen wo sie und Manu wohnen, und ob sie uns ein Zimmer reservieren konnten. So haben wir 4 die ersten zwei Nächte in einer Appartementwohnung, in der jedes Paar sein eigenes Doppelbett hatte, übernachtet. Am zweiten Tag in Ushuaia haben wir gemeinsam eine Reittour ausserhalb der Stadt gemacht, bei der es durch Wälder und Küsten entlang ging. Leider waren bei der Tour ungefähr noch 6 andere Touris dabei, weshalb es nach meinem Geschmack zu langsam vorwärts ging. Dazu war mein Pferd vor 2 Monaten gerade erst stolze Mutter geworden und so verfolgte uns ständig ihr Fohlen auf das ich zu oft warten musste. Da half auch kein beherztes in-die-Rippen-treten, das Pferd wollte nicht wie ich wollte. Den nächsten Tag, Montag, der 18.02.08, haben wir uns in der Früh von Manu und Inga verabschiedet. die zurück nach Cordoba flogen. Ich hoffe wir haben die Zeit sie dort zu besuchen. Danach mussten wir auch bald den Schlafort wechseln und sind in den Schlafsaal der Herberge zu der auch die Wohnung gehört. Anna hat sich dann am Nachmittag noch zu einer Bootsfahrt durch den Beagle Kanal aufgemacht während ich mir die Zeit nahm zu Hause anzurufen und gemütlich im Internet zu surfen.

Am Dienstag, den 19.02.08, wollten wir früh zum Nationalpark aufbrechen, allerdings ist mir dann etwas spät eingefallen dass es doch mal gut wäre meine stinkenden Klamotten von der Torres del Paine Tour zu waschen, da ich dafür in Chile wesentlich mehr zahlen muss. Daher brach Anna wütend ohne mich auf da sie nicht warten wollte und ich ging auf die Suche nach einer Wäscherei die einen Schnellwaschservice hat. Nach einem vergeblichen Anlauf war dies auch gefunden, am gegenüberliegenden Ende der Stadt von meinem Hostel entfernt. So bin ich auf dem Rückweg noch etwas durch Ushuaia geschlendert, auch auf der Suche nach einem Schneider, da eine meiner Jeans ein großes Loch im Schritt hatte. So verging die Zeit bis ich wieder zum Hostel zurück kam schnell, und so habe ich dort beschlossen mir die 15 Euro für die Fahrt und den Eintritt zum Nationalpark zu sparen, da ich ja erst vor kurzen 5 volle Tage in einem Nationalpark verbracht habe. Eigentlich wollte ich Ushuaia sowieso nur Tauchen gehen, allerdings haben mich dann die exorbitant hohen Preise (um die 80 bis 100 Dollar) doch davon abgehalten, schließlich muss ich zurzeit den Gürtel enger schnallen bis irgendwie wieder Geld reinkommt.

Am Mittwoch ging es um 5:30 weiter nach Rio Grande, um von dort mit Bus Sur nach Puerto Natales zurück zu fahren. Insgesamt waren wir 15 Stunden unterwegs, wurden aber diesmal zum Glück nicht ausführlich bei der chilenischen Grenze auf mitgebrachte Lebensmittel untersucht.

In Puerto Natales haben wir die Nacht wieder im Hostal Backpackers Kawashkar verbracht.

Am 21.02 (Donnerstag) sollte nämlich wohl unsere letzte Kreuzfahrt dieser Reise beginnen. Eine Fahrt mit Navimag durch die Fjorde Patagoniens von Puerto Natales ins 1500 km entfernte Puerto Montt. Der Check-In war um 24 Uhr nachts, bis wir aber Schlussendlich in unseren überraschend gemütlichen Kojen in dem 22 Betten Schlafsaal lagen, vergingen nochmal 2 Stunden. Die Fähre nahm dann die Fahrt Freitags um ca. 6 Uhr morgens auf, während wir noch tief schliefen.

Bisher haben wir vor allem viele kleine Inseln und Berge in dem fast menschenleeren Gebiet entlang der Seestraße gesehen. Auch konnte man kurz in Puerto Eden, einem kleinem 180 Seelendorf in einem der Fjorde, an Land gehen und ein bisschen auf der bewohnte Insel spazieren bzw. das Dorf besichtigen. Die hauptsächlich von den Kaweshkar Indianer abstammenden Einwohner leben hauptsächlich von Fischfang und dem Verkauf von Handwerkskunst an Touristen.

Leider ist heute schon der letzte Tag der Kreuzfahrt angebrochen denn ich hätte wohl noch ein oder zwei Tage mehr nur Essend, Lesend und Schlafen verbringen können. Nebenbei haben wir auch 4 Runden Risiko mit unseren spanischen Bettnachbarn gespielt um sich die Langeweile zu vertreiben.

Morgen werden wir früh in Puerto Montt ankommen, und wenn alles klappt wie geplant werden wir so schnell wie möglich nach Chiloé weiterfahren.

 
Die Ruta 40, Torres del Paine und das "Ende der Welt" Print E-mail
Monday, 18 February 2008 00:00

Wir waren also am 01.02 und 02.02.08 dank gutem Wetter fleißig Wandern in Bariloche. Am Sonntag ging es vom Cerro Cathedral in einer 8 Stündigen Wanderung zum Refugio Frey, welches an einer wunderschönen Lagune liegt. Am nächsten Tag hatte ich natürlich Muskelkater da ich ausser Steak essen ja nix mehr gewöhnt bin. Trotzdem sollte es am Sonntag zu einem Mirrador gehen, dem Cerro Otto, von dem man aus einen guten Blick über die Stadt und deren Berg- und Seenlandschaft hat. Auf den Hügel führt eine Seilbahn, die mir aber für 7 Euro deutlich zu teuer war und wir somit zu Fuß den Weg neben den Gondelbahnmasten hinauf sind. Sah eigentlich gar nicht weit aus, entpuppte sich aber dann als 2 stündiger steiler Anstieg unter ozonlochbegünstiger glühender Sonnenstrahlung. Oben angekommen wollte ich mir als Belohnung eine kühle Cola gönnen, aber da man für den Restaurantbesuch 15 Pesos (3,30 Euro) Eintritt zahlen sollte, hab ich mit meinem lauwarmen Wasser vorlieb genommen. Beim bestaunen der Seenlandschaft haben wir Christoph aus Deutschland kennengelernt, der uns einen anderen Weg für den Abstieg empfohlen hat, der auch direkt in der Stadt endet. Da ich mich nicht mehr den rutschigen Sandweg hinunterquälen wollte haben wir gerne den Weg zur Stadt genommen.

Als nächstes sollte es weiter gehen nach El Chalten, welches am wuchtigem Fritz Roy Massiv liegt. Leider gab es nur zwei Möglichkeiten für uns dort hin zu kommen, nämlich über die schlecht ausgebaute Ruta 40 an den Anden entlang, oder zurück zur Küste und dann weiter südlich wieder ins Landesinnere. Da die erste Option Preislich kaum mehr kostete und zeitlich nur etwas länger dauerte haben wir uns für die 83 Euro teure und 3 Tage dauernde Tour über die Ruta 40 entschieden.

Wir starteten am Dienstag den 5.02.08 Richtung Perito Moreno, mit der nahegelgenen Cueva de los Manos, in der sich die ältesten Höhlenmalereien (ca. 9000 A.C.) Südamerikas befinden. Am Mittwoch ging es weiter nach El Chalten, einem kleinem Nest mitten im Nirgendwo, das nur dazu dient die Wandersleut. welche am Fritz Roy Touren machen wollen. zu versorgen. Der Fritz Roy selbst kann nur von Profis bestiegen werden und so haben wir uns am Donnerstag (7.02.08) auf eine ein Tagestour zum Cerro Torre beschränkt. Wir waren mit Inga, Manu und Urs unterwegs, welche wir auf der Fahrt über die Ruta 40 kennen gelernt haben. Eigentlich hatten wir vor noch eine Nacht in Chalten zu bleiben, da aber die Wanderung rechtzeitig beendet war und es sonst nichts mehr Interessantes zu tun gab, führen wir am gleichen Tag weiter nach Calafate. Das vorher gezahlte Geld für die Reservierte Nacht war somit vorerst futsch.

In Calafate ging es abermals in ein MarcopoloInn Hostel bei dem wir am gleichen Donnerstag um 22 Uhr ankamen. Dort haben wir dann versucht unser Geld, welches bei MarcopoloInn in Bariloche liegt, für die nicht genutzte Nacht in Chalten wieder zu bekommen. Leider scheiterten alle Versuche, und weder Marcopolo noch ChaltenTravel, der Reiseveranstalter, wollten das Geld wieder raus rücken. Als dann noch unserer Mehrbettzimmer überbucht war, die Leute von der Rezeption eine Reservierung nicht hin bekommen haben und sich Anna nochmals beschwerte konnte sie immerhin ein freies Abendessen für uns beide raus schlagen. Somit war eine Hälfte des verlorenen Geldes wieder drin. Die andere Hälfte war auch schnell verdient. Die Rezeption hatte die Reservierung von Urs für eine zweite Nacht verschludert und somit haben wir ihm kurzerhand ein Bett von uns vermietet und Anna und ich haben gemeinsam in einem Bett geschlafen. Damit waren wir mit Marcopolo wieder quitt. :) Am Samstag. den 09.02.08. hat Anna eine Gletschertour zum Perito Moreno Gletscher gemacht. und ich wollte mich auf eigene Faust zum Gletscher aufmachen. Die einstündige Fahrt zum Gletscher sollte aber schon 13 Euro kosten und für den Vormittag konnte ich dazu kein Ticket bekommen. Zudem wären nochmal 8 Euro Eintritt für den Nationalpark fällig geworden und somit waren mir die Kosten und die Wartezeit zu hoch.

Am Sonntag, dem 10.02.08, ging es dann um 7:30 Uhr weiter nach Puerto Natales. wo wir Nachmittags im Hostal Kawashkar ankamen. Der Besitzer war sehr nett und man konnte bei ihm die Buskarten zum Nationalpark Torres del Paine kaufen und auch gleich noch die ganze Campingausrüstung mieten die wir für die bevorstehende fünf tägige Wandertour durch das Torres Massiv brauchen würden. Den Rest des Sonntages waren wir und Urs somit damit beschäftigt Lebensmittel und Gas einzukaufen und den Rucksack für Montag zu packen. Natürlich haben wir zu viel Essen eingekauft, aber noch dachte ich viel hilft viel. Am Abend haben wir dann nochmal Inga und Manuel getroffen, die schon einen Tag vorher aus Calafate abgefahren waren, und eine Bustour zu den Torres del Paine am Sonntag gemacht haben. Wir sollten sie nicht zum letzten mal sehen.

Am Montag letzter Woche ging es um 7:30 Uhr los, und schon nach 4 Stunden fahrt, kamen wir am Anlegeplatz des Katamarans an der uns zu unserem Startpunkt auf dem Wanderweg bringen sollte. Die Route die wir machten wird ?W? genannt, wegen der Ähnlichkeit der Form de Route mit einem W , da man insgesamt in 3 Täler hinein spaziert die jeweils durch einen Berg getrennt sind.

Wir haben die Wanderroute von West nach Ost gemacht und am ersten Tag ging es zum Glaciar Grey. Vom Anlegeplatz, der Hosteria Peohe, bis zum Campamento de los Guardas waren es stolze 15 Kilometer, bei denen es auch immer schön Berg auf und ab ging. Somit hab ich ziemlich bald den 20 Kilo schweren Rucksack verflucht. Immerhin wurde ich mit schönem Wetter und einem tollen Blick auf den matt blauen Gletschersee belohnt, in dem große und tiefblaue abgebrochene Eisstücke schwimmen. Das Camp befand sich etwas überhalb der Gletscherzunge und so konnte man nachts dem Abbrechen des Eises lauschen, was dem Klang eines starken Gewitters nahe kam. Morgens haben wir dann noch den phantastischen Aussichtspunkt in der nähe des Camps besucht, um bei Morgenlicht den Ausblick auf den Gletscher zu genießen.

Mit der Ruhe am zweiten Tag (Dienstag, 12.02.08) wars aber schnell vorbei, und wir mussten früh aufbrechen um die nächste Etappe zu schaffen. Zuerst musste man die 15 Kilometer zurück gehen, wobei es wieder einmal schön Bergauf ging, und dann vom Startplatz weitere 8 Kilometer zum nächsten Camp zu laufen, dem Campamento Italiano. Da der Rucksack kaum leichter geworden war, eigentlich nur um eine Raviolidose, und dank des bewölktem Himmels und des Nieselwetters sank meine Lust weiter zu gehen Exponentiell ab. Eine 1 stündige Pause in der warmen Küche des Camps Peohe brachte aber genug Erholung doch weiter zu machen und so kamen wir ca um 21:30 im Camp Italiano an. Nach dem Zeltaufbau gings dann auch gleich in Bett.

Am Mittwoch sind wir dann bei Nieselregen aufgewacht und der Blick ins bewölkte Tal Frances ließ nichts Gutes hoffen. Trotzdem machten wir uns auf den Weg zum 5 Stündigen aufstieg bis zum Mirador beim Camp Britanico, diesmal immerhin ohne schweren Rucksack. Leider war es als wir oben ankamen noch immer bewölkt und so gab es keinen lohnenden Blick auf die Cuernos del Paine. Daher traten wir schnell wieder den Rückweg an um diesmal etwas früher zum nächsten Ziel zu kommen, dem Refugio de los Cuernos. Auf dem Weg dort hin war jetzt auch die Anna am fluchen und nahe vorm Abbrechen, da das schlechte Wetter und die nassen Kleider nicht Lust auf mehr machten. Beim Camping des Refugios de los Cuernos haben wir als einer der letzten leider nur noch einen schlechten Platz zum Campen gefunden und mussten somit auf einer hügligen und schiefen Stelle schlafen. Immerhin konnte man im Refugio warm Duschen und sich und die nassen Kleider am Ofen wärmen, wodurch die Motivation wieder gesteigert wurde.

Am 4. Tag der Wanderung brach laut Info der schlimmste Teil der Wanderung an, die ca. 20 Kilometer lange Strecke zum Camp ?Base las Torres?. Allerdings kam mir dieser Teil der Wanderung am schönsten vor, was entweder an dem verminderten Gewicht des Rucksacks, dank Verköstigung der Rationen lag, oder einfach nur am schönen Wetter. Die erste Zeit ging es relativ eben, durch die Moränen und Seenlandschaft ehemaliger Gletscher, wo man sich mal gut zum Sonnenbaden und Ausblick genießen niederlassen konnte. Die letzten 3 Stunden waren wieder etwas anstrengen den es ging meist steil Bergauf bis zum Campamento Base Torres. Dort kamen wir relativ spät gegen 18 Uhr an, und nach hektischen Zeltaufbau, beeilten wir uns zum Mirrador an den Torres zu kommen, denn für den nächsten Tag war Regen vorhergesagt.

Am letzten Tag der Wanderung, dem 15.02.08, musste ich mich um 5 Uhr morgens aufquälen um zum Sonnenaufgang um 6:30 am Fuß der Torres del Paine zu sein. Diese waren tatsächlich schöner im roten Licht der aufsteigenden Sonne anzusehen, und ich war wesentlich zufriedener mit dem Ausblick als am Tag zuvor. Oben blieben wir eingehüllt in unsere warmen Schlafsäcken (bei dem starken Wind und den nassgeschwitzen Sachen wars trotzdem nicht kuschlig warm) einige Zeit sitzen bevor wir zum Abstieg ins Tal aufbrachen. Nach kurzem Frühstück ging es dann ca. um 9 Uhr los und um 12 Uhr kamen wir an der Pickupstelle der Shuttelbusse an. Somit war endlich Schluss mit Wander. Ich hab mich nur noch auf eine Dusche und ein Bett mit Matratze gefreut.

Natürlich gab es am Samstag aber keine Busse nach Ushuaia, und somit mussten wir am gleichen Tag weiter nach Puerto Arenas fahren, womit meine wohlverdiente Enstpannungspause flöten ging.

Nach einer kurzen Nacht in Puerto Arenas ging es Samstags morgens weiter nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt.

So sind wir jetzt seit diesem Sonntag am Ende der Welt auf der größten Insel Südamerikas, Feuerland. Von hier aus kann man gut Ausflüge in den Nationalpark Tierra del Fuego machen, aber auch schön eine Kreuzfahrt in die Antarktis buchen. Für letzteres muss man allerdings einen Batzen Geld auf der Seite haben.

 
Endlich wieder in de Berg Print E-mail
Friday, 01 February 2008 00:00

Wir haben also die zweite Woche im Januar faul am Strand von La Paloma verbracht, und wurden von den Wachsmuts (den Gasteltern Sophias) oft genug mit köstlichem Grillfleisch versorgt.

Grillen hält man sehr hoch in Uruguay und Argentinien und unterscheidet sich sehr vom Deutschen Würstchenbraten. Hier heizt man den Grill mit nicht mit Kohle sondern mit glühenden Stücken von gerade verbranntem Holz an. Das Holz flammt meist neben dem Grillrost in einer Art Metallkorb vor sich hin und die runtergefallenen und glühenden Holzstücke werden dann unter das Rost geschoben. Auf den Grill selbst kommen meist nur große Fleischstücke vom Rind, bevorzugt Filet, Rumpsteak oder Rippchen, aber auch Brat- und Blutwürste, Niere und Bries gehören zum typischen Assado dazu. Am liebsten ist mir natürlich das Fleisch!

Am Freitag, den 11.01.08, mussten wir jedenfalls wieder aufbrechen da Besuch von Verwandtschaft Anstand und es im Haus eng geworden wäre. So haben wir uns von Sophia nun zum letzten mal verabschiedet, wobei sie uns zuerst verlassen hat, da sie noch zum Arzt musste. Bei uns ging es an dem Tag weiter nach Punta del Este, dem Hip-Urlaubsort Südamerikas.

So kamen wir also Freitags Abends dort an und haben uns gleich mal ein wucherhaft teueres Zimmer bei einer etwas chaotischen aber netten Familie gemietet. Punta del Este ist aber auch nicht als billig Ballerman bekannt, denn dort verkehrt die High-Society. Daher hatte ich eigentlich nicht damit gerechnet dass es mir dort gefallen würde, und eigentlich wollte ich den Ort auslassen.

Aber die moderne und sehr schöne Stadt, mit dem offensichtlichen Reichtum war eine neue Erfahrung, im Vergleich zu den bisherigen Städten. Dort scheint es auf den ersten Blick keine Armut zu geben und man glaubt sich in einer wohlhabenden Amerikanischen Stadt zu befinden, anhand der ausladenden Gebäude mit reichlich Garten und den SUVs in der Einfahrt.

Neben dem Strand haben wir natürlich das Kasino Conrad besucht, und 6 Euro beim Roulette verloren. Die zwei Stunden Spielzeit waren's aber Wert, da der Wechsel zwischen Verlieren und Gewinnen einen doch immer wieder in Glückstimmung versetzt. Einmal waren wir beim Bungalow Suizo Fleischfondue essen, was wirklich köstlich war aber leider mit 15 Euro pro Person und bei einer Menge für nur eine Person viel zu teuer. Das heist ich werde hier doch lieber beim Asado bleiben.

Weiter ging es dann am Montag, den 14.01.08, nach Piríapolis, denn dort liegt der schönste und größte Zoo Uruguays, den Anna natürlich besuchen wollte. Da man ja eh vorbeifährt habe ich mich überreden lassen, und es war dann tatsächlich gar nicht so schlecht, obwohl ich kein Fan von Zoos bin. In mehreren labyrinthartig angelegten Wegen durch einen Wald konnte man viele in Südamerika heimische Tiere sehen. Ein Tag Aufenthalt im teuren aber sonst sehr guten Hotel Colón war aber genug und so ging es Dienstag Abends weiter nach Montevideo, der Hauptstadt Uruguays.

Dort haben wir ein Zimmer im Hotel Splendido gemietet, welches direkt neben dem Theater Solis steht und somit im Zentrum liegt, aber noch viel wichtiger Wifi hatte. So konnte ich endlich wieder Abends im Zimmer meiner Lieblingsbeschäftigung , dem Surfen nachgehen.

In Montevideo sind wir nach längerem endlich mal wieder ins Kino gegangen, an den Film kann ich mich schon nicht mehr erinnern, er war nicht besonders gut. Ansonsten haben wir noch den Kunstmarkt besucht und die Stadt besichtigt. Die hat mir schon ganz gut gefallen, konnte aber Buenos Aires nicht topppen.

Am Freitag den 18.01.08 haben wir dann unsere Reise fortgesetzt, und sind mit dem Bus nach Colonia del Sacramento gefahren. Die kleine Stadt hat einen hübschen historischen Stadtkern und ist zudem die älteste in Uruguay da sie 1680 von den Portugiesen gegründet wurde. Dort hielten wir uns aber nur 3 Stunden auf, bevor wir mit der Fähre in einer einstündigen Fahrt von Colonia nach Buenos Aires übersetzten.

So kamen wir Abends um 20:30 Uhr in Buenos Aires an, und nahmen uns ein Zimmer im Hotel Marbella welches im Reiseführer empfohlen wird. Das Hotel war auch nicht schlecht, nur leider war das Frühstück eine Enttäuschung, da es nur Toast oder Croissants mit Marmelade und Honig gab. Zum Trinken wurde eine Tasse Milch oder Kaffe mit einem kleinen Glas Saft gereicht. Die göttlichen Zeiten in Brasilien und Iguazu, wo das Frühstück keine Wünschen offen lies, sind wohl für immer vorbei. Dafür hat Buenos Aires ganz andere Vorzüge. Als erstes ist die große Auswahl an Restaurants zu nennen. Wenn man billig zu Mittag essen gehen will, so kann man schon für 2,20 Euro ein Mittagsmenü, bestehend aus 2 gegrillten Rinderrippchen mit Pommes oder Salat und dazu noch ein Getränk, haben. Besser geht?s aber noch wenn man für 5 Euro in ein All-You-Can-Eat Restaurant geht in dem es, vom Kalte-Häppchen-Buffet über die Salattheke, dem Grill mit köstlichem Fleisch bis hin zu leckeren Nachspeisen, alles gibt.

So sieht dann mein gesunder Speiseplan meist als Vorspeise ein oder zwei Rinderrippchen vor, danach ein Rumpsteck gefolgt von einem blutigen Rinderfilet. Die 600 Gramm Fleisch werden dann noch von Eis und Mousse au Chocolat abgeschlossen. Da das Fleisch hier so lecker ist wird man fast süchtig danach und es vergeht kaum ein Tag ohne Grillfleisch. Ich hoffe ich sterbe deshalb nicht 2 Jahre früher, aber selbst wenn, ist es das allemal wert, jammi.

Ansonsten gefällt mir Buenos Aires von allen besuchten Städte bisher am besten, denn es bietet viel Sehenswertes was man beim Flanieren durch die Stadt entdecken kann. Natürlich wird auch der Kulturinteressierte durch die große Anzahl an Museen und Theatern verwöhnt. Wir als Banausen sind aber vor allem öfters in Kino gegangen um die lange Abstinenz (ausgenommen Montevideo) mal wieder etwas auszugleichen. Es kam zwar nicht wirklich war vernünftiges, aber das beste am Kino ist noch immer während man sich berieseln lässt das Popcorn zu essen und dazu eine kalte Cola zu schlürfen.

Leider hat alles Gute mal sein Ende und so haben wir uns am Donnerstag, den 24.01.08, mit dem Bus nach San Clemente aufgemacht. Dort befindet sich der größte Marine-Park Argentiniens, mit Orca- und Delphinshow, welchen Anna unbedingt besuchen wollte. So haben wir den Park am Freitag besucht, und es war ganz nett die Kunststückchen des Orcas und der Delphine zu erleben. Am Abend mussten wir aber weiter mit dem Bus nach Mar del Plata fahren um am nächsten Tag (Samstag, 26.01.08) zum vorletzten Stop an der Atlantikküste zu kommen, der Peninsula Valdes.

Diese ist bekannt für die große Anzahl an Walgruppen, die sich dort zwischen März und Dezember aufhalten um sich fortzupflanzen. Wir waren für die Wale zu spät dran, also mussten wir mit den dort lebenden Seeelefanten, Seelöwen, Delphinen und Pinguinen vorlieb nehmen.

Nach zwei teuren Ganztagestouren um die oben genannten Tiere zu besichtigen, sind wir am Freitag, der 29.01.08, in Trelew nach dem Besuch der Pinguin Kolonie in Punta Tombo und der Verköstigung von Kuchen und Tee in einem walisischen Teehaus (in dem es leider keinen guten Tee und Kuchen gab!), ausgestiegen. Von dort ging es Abends um 22:30 Uhr ins 840 km entfernte San Clemente de Bariloche weiter, wo wir nach 12 Stunden Busfahrt um 10:30 ankamen.

Jetzt wohnen wir also seit diesem Dienstag in dem Hostal MarcopoloInn, und haben bisher nur etwas die Stadt besichtigt, die gerne Schweizerisch wirken würde. So gibt es hier niedliche Steinhäuser, die im Erdgeschoss gemauert und der erste Stock aus Holz gezimmert sind. Natürlich fehlen auch der Holzbalkon und die Fensterläden nicht. Man kann sich auch am Hauptplatz vor dem Centro Civic, das einem Schweizer Chalet nachempfunden ist, mit einem Bernhardinerhund, dem auch das Fässchen nicht fehlt, für schlappe 7 Euro fotografieren lassen. Hier will man einem das Geld mit allen Mitteln aus der Tasche ziehen. Morgen geht?s entweder Wandern oder Radfahren. Mal sehen ob das Wetter mitspielt.

 
In Uruguay mit Sophia (schon wieder:) Print E-mail
Thursday, 10 January 2008 20:09

Am letzten vollen Tag in Salvador haben wir dann noch eine Bekannte Sophias getroffen und diese hat uns die Kirche Señor do Bonfin gezeigt. Von dort kommt die Tradition sich ein Band mit drei Knoten an Fuß oder Hand zu binden und wenn dieses von allein abgeht sollen die drei Wünsche die man dabei gemacht hat in Erfüllung gehen. Am Nachmittag sind wir dann noch zur Illa Itacarita gefahren um dort noch etwas am Strand zu liegen und die Skyline von Salvador zu genießen. Um zurück zur Fähre zu kommen haben wir uns ein Mototaxi genommen, das billiger war als ein Autotaxi, allerdings hab ich mich auf während der Motorradfahrt nicht besonders wohl gefüllt da der Fahrer über Schlaglöcher und Stock und Stein gebraust ist und somit war ich immer kurz vorm runter fallen. Aber wir sind gut bei der Fährstation angekommen und konnten somit sicher zurück nach Salvador schippern.

Am nächsten Tag, Weihnachten 2007, sind wir weiter nach Sau Paulo geflogen.

Wir sind so um 3:45 Uhr vom Hotel abgeholt worden und auf der Fahrt zum Flughafen ist mir dann auch das erste mal in Brasilien ein Verbrechen aufgefallen, da eine Gruppe von 4 Männer ein Taxi, das an einer Ausfahrt der Schnellstraße geparkt war, aufgebrochen hat.

Zum Glück ist mir aber nichts auf der Reise durch Brasilien passiert, eigentlich fühlte ich mich immer ziemlich sicher, auch in Rio de Janeiro.

Am gleichen Tag sind wir in Foz do Iguazu ca. um 15 Uhr angekommen und haben vom Flughafen ein Taxi nach Puerto Iguazu genommen. In Brasilien verlangen sie für die Fahrt 50 Reais, und später haben wir raus gefunden dass die Argentinier 50 Pesos verlangen, also ca. um die Hälfte weniger!

Über die Feiertage haben wir uns ein etwas besseres Hotel geleistet, mit eigenem Jacuzzi im Bad, allerdings kamen trotzdem keine Weihnachtsgefühle auf, keinen Wunder wenn draußen grad der Sommer bei 30 Grad Celsius wütet. So ging es am Heiligabend ins Panoramic Hotel zum Essen, da nur die Hotelrestaurants geöffnet hatten. Leider war das Essen in dem 5 Sterne Hotel leider nicht besonders gut und konnte somit den Abend auch nicht retten. Immerhin hatte das Hotel einen kleine Musikgruppe angeheuert die bekannte Weihnachtsmelodien auf Spanisch sangen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir erstmal schön ausgeschlafen und wollten an diesem Tag Abends nur eine Mondscheinwanderung bei den Wasserfällen machen. Als wir um 20:30 Uhr am Eingangstor zum Park ankamen sah man in der Ferne schon ein Gewitter toben und nach ca. 30 Minuten Wartezeit wurde uns gesagt dass die Führung abgesagt werden muss da sich dass Gewitter nicht verziehen würde. Typisch unser Pech.

Am 26.12 sind wir dann zur Wanderung in Park gegangen und sind alle 5 Wanderpfade abgegangen. Dabei war der untere Pfad der schönste da man von ihm aus die schönste Sicht auf die Wasserfälle hatte. Von dort konnte man auch auf die Insel in der Mitte des Unterlaufs des Rio Iguazu übersetzten und ganz nah an einen Wasserfall ran gehen konnte. Dieser führt am meisten Wasser von allen die man dort sehen konnte, mit Ausnahme der Garganta del Diablo, und war schon ziemlich beeindruckend.

Am nächsten Tag haben wir uns dann nur etwas mit Internet surfen und lesen Beschäftigt da sich die Anna erkältet hatte und sich auskurieren musste.

Am 28.12 sind wir am Vormittag zum Shoppen in die Stadt und zum Free-Duty-Shop, was sich aber nicht gelohnt hat. Später haben wir dann nochmal den Park besucht und sind zur Garganta de Diablo, an der das meiste Wasser hinab stürzt. Wirklich beeindruckend. Um 16 Uhr haben wir dann noch eine Jungletour durch den Nationalpark gemacht, die allerdings ziemlich enttäuschend war, da man nichts besonderes sehen konnte außer Bäume und einige Orchideen. Abends sind wir dann nach Foz do Iguazu in Brasilien gefahren. Dort haben wir im Hotel del Rey gewohnt, wo ich zu meiner Freude Wifi Empfang auf dem Zimmer hatte.

Am ersten Tag, der 29.12, in Brasilien haben wir den ganzen Vormittag verschlafen und am Nachmittag sind wir vom Regen abgehalten worden etwas zu unternehmen, obwohl die Anna unbedingt in den Vogelpark gehen wollte, ich aber zu Faul und unmotiviert war.

Das haben wir aber am nächsten Tag gleich nachgeholt und sind diesmal trotz Regen zum Park auf der Brasilianischen Seite gefahren. Gleich in der Nähe zum Parkeingang gibt es einen privaten Vogelpark, in dem man in großen Freigehehen lebende Papageie, Kolibris, Tukane und auch Schmetterlinge sehen. Der Besuch hat sich wahrlich gelohnt und wir haben fast 3 Stunden gebraucht bis Anna endlich mit dem gesehen zufrieden war.

Danach ging es zu dem Wanderweg auf der Brasilianischen Seite von dem man einen Panoramablick auf die Wasserfälle hat. Dank des nießligen Wetters waren kaum Besucher da und so waren wir bei den meisten Aussichtspunkten so gut wie allein um die atemberaubende Aussicht zu genießen.

An Sylvester wollten wir dann noch nach Paraguay fahren um dort die Cuidad del Este zu besichten, in der immerhin der dritt größte Handelsplatz der Welt ist. Als wir gegen Mittag und somit kurz nach dem aufstehen aufbrechen wollte teilte uns der Conserje mit das die Geschäfte nur bis 12 Uhr auf hätten. Somit blieben wir doch in der Stadt und haben den örtlichen Zoo besucht, der allerdings äußerst erbärmlich war. Abends hatten wir die Wahl zwischen verschiedenen Essen die dazu noch ein Unterhaltungsprogramm boten, welche aber alles so höllisch teuer waren, dass wir uns entschieden nicht essen zu gehen sonder im Hotel zu bleiben und von dort aus das Feuerwerk über der Stadt zu bewundern.

Am nächsten morgen im neuen Jahr 2008 ging es dann frisch weiter zurück nach Argentinien, um von Puerto Iguazu nach Posadas zu fahren. Dort in der nähe liegen einige Jesutienreduktionen die im 18. Jahrhundert errichtet wurden um die dort lebenden Eingeborenen von der Sklaverei zu beschützen und sie nebenbei noch in Christen zu konvertieren. Diese konnte wir aber erst am 2.1.08 ansehen, da wir erst um 18 Uhr abends in Posadas ankamen. Eigentlich wollten wir dann am 2. auch gleich weiter nach Concordia fahren und ich hatte mir als Reisemittel den Zug ?El Gran Capitan? ausgesucht. Dieser sollte um 19 Uhr abfahren, weshalb es um 18 Uhr zum Bahnhof ging. Dort ankommend war ich erstmal von dem Klientel, das mit dem Zug zu reisen vor hatte, überrascht, denn die Leute am verloderten Bahnhof kamen mir sehr suspekt vor und machten nicht gerade einen vertrauenswürdigen Eindruck. Als es dann noch am Ticketschalter hieß der Zug hätte Verspätung und würde erst um 22 Uhr eintreffen hat sich mein anfänglicher Traum endlich wieder Zug zu fahren schnell erledigt. Denn die Vorstellung 6 Stunden an diesem Ort zu harren um dann 13 Stunden, mit den eindeutig aus der ärmeren Gesellschaftsschicht kommenden Leuten, im Zug zu verbringen hat mich gleich wieder in die sicheren Arme des Busbahnhofes und die Gemütlichkeit im Bus getrieben. Somit sind wir zurück in die Stadt gefahren um noch eine Nacht länger im Hotel zu bleiben und sind am nächsten Tag klassisch mit dem Bus weiter gereist.

So sind wir dann am 3.01.08 von Posadas um 11:40 Uhr nach Concordia gefahren um von der Grenzstadt nach Salto in Uruguay zu kommen wo wir auch sicher um 23 Uhr Abends im Hotel Tia ankamen. In Salto, der zweit größten Stadt Uruguays, gibt es nicht besonderes zu sehen und somit machten wir uns nach zwei Tagen Aufenthalt auf zu den Thermalquellen von Arrapay.

Der Thermalbadeort ist angeblich einer der schönsten Uruguays und Anna hat mich dort leider in ein 5 Sterne Hotel gezerrt aus dem ich dann selber auch nicht mehr heraus wollte und so haben wir dort die Nacht vom 5. auf den 6. Januar verbracht. Während der fast zwei Tage dort haben wir die ganzen All-Inklusive Leistungen des Hotels ausgiebig genutzt und auch reichlich vom köstlichen Buffet gegessen. Der teure Spass musste aber schnell ein Ende haben und so sind wir Sonntag Abends um 20 Uhr nach Salto zurückgefahren um dort um 24 Uhr einen Bus nach Montevideo zu nehmen.

So sind wir dann am Montag, den 7.01.08, um 6 Uhr morgens in Montevideo angekommen, und mussten dort dann aber noch bis Mittag am Busbahnhof verweilen bis es weiter ging nach La Paloma, wo wir uns wieder mit Sophia getroffen haben.

Dort wohnen wir nun schon seit Anfang der Woche bei den sehr netten Eltern von Sophias Freundin Sabine, die uns hoffentlich noch bis diesen Freitag erdulden werden. In La Paloma gestaltet sich das Leben sehr entspannt und besteht aus Schlafen im Bett und am Strand nur unterbrochen durch häufiges Essen, vor allem von Asado und Kuchen. Da hat man gleich gar keine Lust mehr weiter zu reisen.

 
Abschluss in Salvador Print E-mail
Friday, 21 December 2007 21:03

Da es leider den vorletzten Samstag, den 09.12.07, keine freien Plätze mehr fürs Tauchen gab, sind wir auf Plan B ausgewichen und zum Strand Lopes Mendes gewandert. Dazu mussten wir 3 kleine Hügel überqueren und an drei anderen Stränden passieren um nach ca 2.5 Stunden am Ziel anzukommen. Der Strand hat eine Länge von ca. 3 km und ist vollkommen unberührt. Allerdings waren entgegen meiner Erwartung viele Touristen am Strand, trotz schlechtem Wetter, die sich 2 Stunden Wander gespart haben und mit dem Schiff eine Stunde zum Dorf in der Nähe gefahren sind. Trotzdem konnten wir einigermaßen ungestört baden, weil die meisten Leute schon wieder auf dem Rückweg waren als wir ankamen.

Am darauf folgenden Sonntag bin ich dann das erste mal richtig tauchen gegangen, ohne dass einen der Tauchmaster an der Hand nimmt. Leider war die Sicht nicht besonder gut, was aber meiner Freude am Tauchen nach all den Jahren keinen Abbruch tat. Wir konnte einen Kugelfisch fangen, der sich zur Verteidigung auf eine beachtliche Größe aufgeblasen hat. Diesmal konnte ich ohne gepickt zu werden halten, wobei das schwierig war bei der glitschigen Haut und den ganzen Dornen.

  7Am Montag letzter Woche war der Aufenthalt auf der Ilha Grande vorbei und wir sind wieder zurück nach Rio gefahren.

In Rio haben wir nur zwei Tage verbracht, und somit nur die gängigsten Sehenswürdigkeiten besucht. Am Montag besuchten wir die Christus Statue, von der aus man einen tollen Blick auf Rio , seine Hügellandschaft und das Meer hat. Abends sind wir noch auf den Zuckerhut gefahren um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Anhand des Lichtermeeres der beleuchten Häuser und Straßen sah ich dann auch zum ersten mal die riesigen Ausmaße der Stadt. Mittwochs, am 12.12.07, haben wir dann noch am Cocacabana und Ipanemim Strand gedöst und sind nachmittags noch ins Zentrum gefahren um die Kathedrale und die Arcos zu sehen.

Am Donnerstag sind wir dann morgens in Ouru Preto, mit dem Nachtbus aus Rio angekommen. Die Stadt ist einer der schönsterhaltenen Kolonialstädte Brasiliens und hat dank des früheren Goldabbaus schmucke Kirchen und Gebäude. Am ersten Tag waren wir nach einem kleinen Nickerchen am Vormittag, um sich von der Busfahrt zu erholen, gleich mal in der alten Goldmine. Diese ist angeblich die größte für Besucher zugängliche der Welt. Die Miene wurde 1989 oder so geschlossen, da man eine Tonne Gestein fördern musste um 4 Gramm Gold zu erhalten. Wahrscheinlich würde man auf diese Weise in jedem Garten Gold finden, und somit musste die Miene wegen Unwirtschaftlichkeit nach über 200 Jahren geschlossen werden. Das Spektakulärste an der Mine war, dass man in einem See der ca. 130 Meter unter der Erde liegt baden konnte. Dass Wasser war für Funtensee-Verhältnisse angenehm warm.

Am letzten Tag, Freitag der 14.12, haben wir uns noch eine Kirche die mit über 400 kg Gold ausgeschmückt ist angesehen, allerdings war sie trotzdem nicht besonders schön, und die 6 Reais wären besser in einen Caipi investiert gewesen. Wer aber auf Holzechnitzereien steht ist dort genau richtig. Ansonsten sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert, gab aber nichts mehr aufregendes zu Sehen. Somit sind wir auch Abends wieder weitergefahren um am nächsten Tag in Itaunaus anzukommen.

Itaunaus ist ein kleines Fischerdorf, dass sich unverständlicherweise zu einer Partymeile gemausert hat. So ist dort laut Reiseführer von Dezember bis März Tanzen und Saufen pur angesagt. Als wir dort ankamen war davon aber nichts zu spüren, und offensichtlich beginnt die Saison erst nach Weihnachten. War mir aber auch lieber so, denn dort gibt es neben den schönen und ca. 50 hohen Sanddünen am Strand, unter denen auch die alte Stadt begraben liegt, auch noch einen Nationalpark.

Den ersten Abend sind wir aber nach dem Essen gehen schnell wieder ins Bett um uns einmal wieder vom Busfahren und umsteigen zu erholen. Richtig los ging es erst am Nächsten Tag, Sonntag den 16.12, denn gleich nach dem Frühstück hat uns der Besitzer unserer Pension, der gleichzeitig noch Veterinär und Hobbyfalkner ist, eine Vorführung gegeben. Wirklich erstaunlich wie gut man einige Vögel trainieren kann, so dass sie auf Kommando zurückgeflogen kommen. Am Nachmittag sind wir dann noch Kajakfahren gegangen um einiges von der heimischen Pflanzen- und Vogelwelt kennen zu lernen. Da der Führer aber nur portugiesisch sprach blieb nix hängen.

Den letzten Tag haben wir dann noch genutzt um einen Ausritt zu machen und so ging es von der Stadt weg die Küste entlang bis zum Grenzfluss zum nächsten Staat, nämlich Bahia. Eigentlich hatte ich ja gar keine Lust schon wieder reiten zu gehen, vor allem da ich dabei immer durch nicht können glänze, aber die beiden Mädels wollte es unbedingt und ich kann ja nicht immer der Spielverderber sein.

Nun war mein Pferd aber sehr umgänglich und hat perfekt auf meine Befehlssignale reagiert und dank des weichen Sandbodens konnte ich somit zum ersten mal Gallop reiten. Bei den vorherigen Ausritten wäre ich dabei jedesmal fast aus dem Sattel gerutscht, doch dieses mal klappte es ziemlich gut. Das Glücksgefühl endlich im Gallop reiten zu können wurde dann natürlich noch von dem herrlichen Gefühl, an einem Menschenleeren Strand durch die Wellen zu galoppieren, gepuscht. Man hätte vor Freude Jubeln können. Daher bin ich dann die meiste Zeit im Galopp geritten und ließ meine Begleitung die fast immer hinter mir.

Dafür hab ich dann aber am Ende auch meine Quittung bekommen denn das zweistündige Galoppieren hat meinen Po gut aufgescheuert, wodurch die nächsten zwei Tage Busfahren mir nochmal wesentlich schlimmer und länger vorkamen.

So sind wir also am Montag den 17.12. nach dem Ausritt in Itaunaus aufgebrochen und sind von dort weiter nach Porto Seguro, dem Erstlandeplatz der Portugiesen in Brasilien. Dort hatten wir nur ca. 12 Stunden Aufenthalt, und haben uns deshalb nur das alte historische Zentrum angesehen. Hat mich nicht gerade umgehauen, was aber wahrscheinlich eher an meiner Müdigkeit und Unwillen lag, als an der Stadt. Abends ging es dann weiter nach Salvador, wo wir dann endlich sicher am letzten Mittwoch, den 19.12.07, angekommen sind.

In Salvador nahmen wir uns ein Taxi von der Rodoviaria aus zu unserem favourisiert Hotel, dem Athemis, welches im 7. Stock eines Hochhauses mitten in Pelourinho liegt. Wahrlich eine super zentrale Lage, und von der Dachterrasse hat man einen tollen Blick über das Zentrum und die Haafenbucht. Am Mittwoch haben wir dann morgens erstmal gut im Hotel gefrühstückt, um danach ein Erhohlungsnickerchen zu machen. Später sind wir dann noch durch Pelourinho gestreift um einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Gestern am Donnerstag haben wir uns mit dem Bus nach Praia do Forte aufgemacht, um dort ein Schildkrötenreservat zu besuchen und natürlich am Strand zu liegen. Anna hatte gehofft auch ein paar Babyschildkröten beim Schlüpfen zu sehen, allerdings passiert dass ja unterirdisch und aus dem Sand kommen die kleinen nur Nachts, um ins Meer zu huschen. Immerhin konnten wir viele von den kleinen Dinger, eingesperrt in einen Pool und zum ewigen Schwimmen verdammt, sehen.

Auch mit der Unterbringung der Übrigen Schildkröten und Fische hätte jeder Tierschützer seine Freude. Es gab dort auch ein Becken mit lebendigen Langusten, und dadurch in Appetit versetzt ging es zum Palmenstrand wo wir uns abends noch frische Langusten und Kokosnüsse zum Trinken gegönnt haben.

Heute machen die zwei Mädels ihren Shoppingtag, was mir endlich die Gelegenheit gab meine Wäsche zum Waschen zu bringen und den Eintrag hier zu schreiben. Nachher werde ich für die Lieben zuhause noch ein paar Karten schreiben und mal sehen ob ich ein paar Geschenke für Weihnachten bekommen die man heim schicken kann. Da das Geld aber knapp ist kann ich nichts versprechen.

 

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