Von Florianopolis zur Illa Grande Print E-mail
Friday, 07 December 2007 01:00

Am letzten Freitag sind wir also müde um 23:30 in Florianopolis angekommen, von dem man sagt es sei das Mallorca der Brasilianer. Vor allem der Stadteil auf der Insel kommt mir sehr schön vor, dank der modernen Gebäude, der grünen Hügellandschaft und natürlich der von Palmen gesäumten Küste. Der nette Mann aus dem ?Hostal House? hat uns vom Flughafen abgeholt und am nächsten Tag haben wir dann erstmal schön ausgeschlafen. Wir mussten nur den Schlaf kurz unterbrechen um uns gegen halb 10 zum Frühstück zu schleppen um danach wieder weiter schlafen zu können. Als wir dann geduscht und angezogen gegen 13 Uhr mal wieder runter zur Rezeption sind, ist doch just die Sophia gekommen um uns abzuholen. Natürlich haben Anna und Sophia sich gefreut sich wieder zu sehen, aber auch ich war froh endlich wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Als erstes sind wir mit einem Bus zu Joaquina gefahren, einem Sanddünenstrand, und haben dort ein Picknick am Strand gemacht. Leider sind aber bald Wolken aufgezogen, so dass wir ca um 17 Uhr schon wieder zurückgefahren sind. Die Sophia ist dann mit uns zum Hostal gefahren, weil wir uns um 20 Uhr schon wieder mit ihren Kolleginnen Ally und Sandra zum Pizzaessen im Casale treffen wollten. Dort gab es die beste Pizza seit dem ich Südamerika bin, wohl weil der Koch und Besitzer ein eingewanderter Italiener aus Napoli ist.

Am Sonntag, den 2. Dezember (hier kommen aber bei 30 Grad im Schatten gar keine Weihnachtsgefühle auf!), haben wir mit den Familien von Ally und Sandra, und natürlich auch mit der Sophia, eine Rundfahrt zu verschiedenen Insel bei Florianopolis gemacht. Ich hatte mir eigentlich was anderes darunter vorgestellt, da es aus Sandras Mund so geklungen hatte als ob Margarita, die Gastmutter von Ally, die Rundfahrt organisiert hätte. Allerdings stellte sich dann heraus dass wir uns den Kahn noch mit anderen 100 Touristen teilen mussten! So was finde ich natürlich nicht so geil. Aber trotzdem war es schön mal auf den vorgeschobenen Inselchen die alten portugiesischen Festungsanlagen anzusehen. Abends hat dann Pedro, der von Beruf Koch ist und der Gastvater von Ally, ein Assado aus Anlass des Abschieds von Ally gegeben. War natürlich sehr Fleischlastig, was mir aber gerade mal wieder recht kam, und dazu noch sehr gut geschmeckt hat.

Am letzten vollen Tag in Florianopolis sind wir dann noch Tauchen gegangen. Endlich bin ich mal dazugekommen, da mir dass Schicksal auf der Osterinsel und auf den Galapagosinseln immer einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Allerdings hab ich wie Sophia nur einen Tauchgang mit einem Divemaster gemacht, da ich seit ich meinen Tauchschein gemacht habe schon ca 13. Jahre vergangen sind und ich seitdem nicht mehr Tauchen war. Also hatte ich vom Gebrauch des Equipments gar keine Ahnung mehr, was mir jetzt allerdings wieder einigermaßen drin ist. Hat aber sehr viel Spass gemacht und deshalb muss ich das bald wiederholen.

Von Sonntag auf Montag haben wir dann bei Sophias Gastfamilie übernachtet um am Morgen gemeinsam zur Busstation fahren zu können. Marillo, der Sohn der Gastfamilie, hat uns netterweise dort hingebracht. Somit sind wir dann um 9:15 Uhr nach Curitiba gefahren.

In Curitiba haben wir nur einen Stop von ca. 15 bis 20 Uhr gemacht, und uns während des Aufenthaltes den botanischen Garten angesehen. Die Stadt war wirklich sehr schön, auch wieder sehr grün und das Bussystem machte einen hervorragenden Eindruck. Überhaupt gefallen mir die brasilianischen Städte bisher wesentlich besser als die Chilenischen. Um 20 Uhr sind wir dann in den Bus gestiegen, der uns nach Rio de Janeiro gebracht hat, was ca. 13 Stunden dauerte.

In Rio sind wir nur umgestiegen und haben einen Bus nach Angra dos Reis genommen, um von dort zur Illa Grande zu fahren, die schönste Insel an der Grünen Küste. Die Fähren fahren mehrmals täglich, und kosten 10 Reais.

Also sind wir diesen Mittwoch, den 5.12.07, auf der Insel angekommen. Es fällt einem gleich auf dass es hier keine Autos gibt, denn schon beim Aussteigen erwarten einen Kofferträger mit ihren Schubkarren, und die kleinen Sandwege lassen kaum Verkehr zu. Es gibt wohl einen Krankenwagen und einmal hab ich ein Quad gesehen. Leider ist die Insel aber touristischer als gedacht, vor allem weil am Tag der Ankunft ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor der Bucht lag und demnach entsprechender Menschenauflauf war. Am Steg sind wir von einem netten Mann angesprochen worden, ob wir nicht ins D'Pillel einchecken wollen, was im Nachhinein auch keine schlechte Entscheidung war. Das Frühstück ist wirklich phänomenal, All-you-can-eat mit Mangos, Papayas, Ananas, Wasser- und Honigmelone, natürlich Brot, Schicken und Käse, Schoko- und Bananenkuchen, frischen Fruchtsäften, Tee, Kafee und Milch und Müsli. So gut wird's wahrscheinlich nicht wieder werden. Hat mit 12 Euro die Übernachtung natürlich seinen Preis.

Diesen Donnerstag sind wir dann mit einem Schnellboot einmal um die Insel gefahren um ca. 8 Strände zu besuchen. War wirklich großartig, sowas hab ich bisher noch nicht gesehen, wahrlich ein subtropische Paradies. In den von Palmen umgebenen Lagunen war man auch außer den 7 Tourbegleitern fast allein. Wir sind von Klippen ins Meer gesprungen, haben uns in einer Flüssmündung mit einem Seil ins Wasser geschwungen (natürlich nicht so geil wie am Königssee) und haben beim Schnorcheln viele Fische gesehen.

Heute am Freitag ist faulenzen angesagt, denn seit gestern regnet es immer mal wieder in Strömen, und leider soll das Wetter auch schlecht bleiben bis Dienstag, wenn wir wieder nach Rio fahren. Daher haben wir heute nur ein bisschen die Stadt erkundet, und ich hab verzweifeltet versucht mim Michi über Skype zu reden, was wegen dem blöden Mikro nicht funktioniert hat und die zwei Frauen haben nach Herzenslust die Shops ausgekundschaftet.

Morgen gehen wir dann entweder tauchen oder machen eine Wanderung zu einem abgelegenen Strand. Bisher bin ich wirklich begeistert von der Küste im Süden Brasiliens.

 
verdammter Kugelfisch Print E-mail
Friday, 30 November 2007 01:00

Bevor es weiter nach Santa Cruz ging, haben wir noch einen Abstecher auf die Insel South Plaza gemacht. Dazu mussten wir schon um 6 Uhr an Land gehen, weil um 9 Uhr Andrew aus England in Baltra abgeliefert werden musste. Ab Mittag, als auch die neue Passagierin an Bord war, ging's weiter nach Puerto Ayora. In der Stadt gibt es meiner Meinung nach nichts besonderes zu sehen, es reihen sich Souvenierläden und Tourveranstalter in jeder Straße aneinander. In dieser Stadt dürft man auch in ganz Galapagos die meisten Touristen antreffen. Der Ausflug dahin läuft zwar unter dem Deckmantel die Charles Darwin Station zu besuchen, in Wirklichkeit wird aber die Zeit in der Stadt benötigt um kleine Reparaturen am Schiff durchzuführen und die Vorräte aufzufrischen und wegen des Passagierwechsels.

Die Charles Darwin Station kam mir selbst etwas heruntergekommen vor, vor allem die Gehege für die Schildkrötenaufzucht sind relativ klein und die Riesenschildkröten liegen nur faul herum.

Natürlich haben wir auch Lonesome Gorge gesehen, die letzte Höckerschildkröte ihrer Art weltweit. Es werden verzweifelte Versuche unternommen um Weibchen mit ähnlicher Genstruktur zu besamen und somit die Rasse zu erhalten, was bisher aber ohne Erfolg verlief. Auch wird Diskutiert ob man Gorge klonen soll, wohl fehlt aber das Geld dazu. Nach dem Besuch der Station hatte man 2 Stunden Zeit die Stadt zu erkunden, bevor man wieder aufs Schiff musste.

Am 5. Tag der Kreuzfahrt, Montag den 20.11, sind wir am Vormittag noch ins Hochland von Santa Cruz gefahren, um dort die Zwillinge, zwei riesige Einsturztrichter zu besuchen. Es folgte noch eine kleine Wanderrung durch den Wald auf der Luvseite des Berges, um Vögel zu beobachten, bevor wir zurück zum Schiff fuhren um endlich zur nächsten Insel, Santa Fe, aufzubrechen.

Bei Santa Fe haben wir dann das erste mal mit Meereschildkröten schwimmen können, und auch sonst war viel zu sehen, da das Wasser schön klar war. Auf der Insel hat sich auch eine große Seelöwen Kolonie niedergelassen die man beim Schlafen auf dem goldenen Sandstrand beobachten konnte.

Die nächsten zwei vollen Tage der Kreuzfahrt haben wir noch Española und Fernandina besucht. Auf den Inseln konnte man Blaufußtölpel, Maskentölpel, Leguane und auch wieder viele Seelöwen sehen. Einmal wollte ich beim Schnorchel bei Fernandina einen Kugelfisch schnappen, was tatsächlich auch funktioniert hat, weil der dumme Fisch nicht vor mir geflohen ist. Leider war dass auch nicht nötig, den kaum in der Hand hat er mich gleich mal ordentlich in die Selbe gestochen. Sofort wieder losgelassen sah er aber keinen Grund zu flüchten sonder blieb seelenruhig auf seinem Platz. Ich bin natürlich gleich aufgetaucht den die Hand tat mir ziemlich weh, und Anna hat gleich einen Panikanfall bekommen, weil Kugelfische ja giftig sind. Die Angst hat sich auch auf mich übertragen und wir sind gleich zurück zum Strand geschwommen um den Führer zu fragen. Auf dem Weg zu Efren, der gerade der Crew beim Fußballspielen zugeschaut hat, ist mir schon etwas mulmig gewesen und ich dachte tatsächlich dass etwas nicht stimmt. Allerdings sind nach Auskunft Efrens nur die Bisse gefährlich, und somit war ich wieder beruhigt. Jaja die Psyche.

Am letzten Tag der 8. tägigen Kreuzfahrt, Freitag den 23.11, haben wir uns noch Seymore Süd angesehen, wo man vor allem Fregattvögel mit dem roten Kehlsack antreffen kann. Somit war leider der Höhepunkt der Galapagosreise vorbei. So etwas werde ich mir wohl länger nicht mehr leisten können. Wir wurden ziemlich früh an der Mole abgesetzt und sind zum Flughafen gefahren. Von dort gings dann zurück nach Puerto Ayora um nach Isabella und Puero Villamil zu fahren.

Dort waren wir dann 3 Nächte im Hotel San Vincente. Das Hotel ist nur zu empfehlen, sauber, gutes Essen und freundliche Leute. Als wir am Freitag nachmittag dort nach der zweistündigen Überfahrt ankamen, haben wir zuerst mit einem Führer dort ein Schildkrötenreservoir der Chalres Darwin Station besucht, welches um einiges moderner ist als das auf Santa Cruz. Kurz vorm Abendessen sind wir noch zu einer Salzlagune gegangen, welche normal von ca. 45 Pelikanen bevölkert ist. Da sich aber im Moment kaum Wasser darin befindet war nur ein Pelikan da. Als wir am Sonntag nochmal dort waren hatten wir mehr Glück und konnten 3 Pelikane ganz nah betrachten.

Am Samstag haben wir den Vulkan Sierre Negra besucht, welcher weltweit den zweitgrößten Durchmesser hat, immerhin 12 Kilometer. Zum Vulkan ging's 30 Minuten mit dem Taxi, und dann 1 Stunde im Trabschritt auf einem Pferd. Der Vulkan war wirklich beeindruckend groß, und ist auch noch immer aktiv, und man kann anhand der unterschiedlichen Farben der erstarrten Lavaflüße auch erkennen wo die neueren Erruptionen stattfanden. Am Nachmittag haben wir dann noch die Tintoreras besucht, wo sich viele Babyleguane sonnenbaden und man in einem kleinen Vulkankanal in einer Bucht oft Weißflossenhaie sehen kann.

Am letzten Sonntag, den 25.11, sind wir dann zu einem Schildkröten Gehege bei Campo Duro in der Nähe des Vulkans gefahren. Dort leben die Schildkröten in einem semi-naturalem Gehege, das heißt sie ernähren sich hauptsächlich von den Pflanzen im Gehege, werden aber auch noch zusätzlich gefüttert. Daher sind die Schildkröten dort auch um einiges kräftiger und größer als im Reservat der Charles Darwin Station. Das Gehege wird von dem sehr freundlicen Besitzer des Campingplatzes Campo Duro betreut und er hat es auch angelegt.

Am Montag wollten wir dann mit einem Schnellbot nach Santa Cruz und dann weiter nach San Christobal fahren. Leider waren aber keine Plätze mehr auf beiden Booten frei, daher mussten wir die einzige mögliche Alternative nehmen, die das doppelte kosten sollte, ein Flugzeug. So haben wir immerhin einen Teil der Insel von Oben gesehen die wir besucht haben. Angekommen sind wir ins Hotel Mar Azul eingecheckt, was uns ein sehr großes Zimmer mit Klimaanlage, Kabelfernsehen und Privatbad mit Warmwasser bot, Luxux pur!

Am Dienstag haben wir dann noch den Fregatten-Pfad bewandert welcher von der ?Casa de Interpredacion? aus startet und in gut 2 Stunden abzugehen ist. Leider haben wir nur Fregattbabies gesehen und nicht die Fregattvögel mit dem roten Kehlsack.

Am Mittwoch sind wir dann schon um 6 Uhr mit einem Schnellboot nach Baltra gefahren, was schlappe 35 Dollar gekostet hat. Da ich gut müde war verging die Fahrt beim Schlafen wie im Flug. Am Flughafen um 9 Uhr angekommen sind wir dann ca. gegen 13 Uhr weggeflogen und am nächsten Tag um 6 Uhr in Santiago angekommen, nach einem kleinen Aufenthalt in Lima.

Am Donnerstag haben wir dann bei unseren chilenieschen Freunden Joel und Claudia übernachtet, bei denen wir auch unser übriges Gepäck verstauen und dort somit auch umpacken konnten. Am nächsten Tag den 30.11.07 sollte dann der nächste Flug nach Florianopolis weitergehen, der auch wieder den ganze Tag dauernd würde. Somit waren diese drei Tag nicht besonders entspannend.

 
Galapagos Print E-mail
Tuesday, 20 November 2007 18:07

Jetzt hab ich schon lange nichts mehr geschrieben, aber wenn man unterwegs ist und jeden Tag volles Programm hat, ist die Motivation abends noch nen Eintrag zu schreiben, den eh keiner liest, sehr gering.

Aber um euch auf dem aktuellen Stand zu halten schreib ich jetzt mal schnell ein bisschen was.

Die Zeit in Santiago war vor allem durchs Schule gehen bestimmt, ansonsten ist dort nichts besonderes vorgefallen. Nur gleich am ersten Tag als wir zurück kamen von La Serena bin ich Nachts, als ich zum Einkaufen gehen wollte, von ein paar Jugendlichen angepöbelt worden, die Geld wollten. Da ich aber nix hergeben wollte, hab ich eine aufs Maul bekommen, aber danach sind sie zum Glück abgehauen weil andere Leute gekommen sind. Jetzt bin ich etwas vorsichtiger wenn ich Abends raus gehe.

Am letzten Dienstag, den 13.11 sind wir nach Galapagos aufgebrochen. Eigentlich wollten wir ja erst am 17. dort eintrudeln, aber leider mussten wir unseren Flug ändern, weil die Kreuzfahrt die wir machen wollten uns am gleichen Tag, an dem wir sie ordern wollten, schon früher von anderen Leuten weggeschnappt wurde. Die wäre schön ?billig? gewesen, da in der untersten Kategorie.

Aber die Blockade der 2 Platze für das Schiff, die wir mit dem Reisebüro ausgemacht hatten, waren leider dem Besitzer nix wert, im Vergleich zu den Leuten die unbedingt kaufen wollten. Daher musste jetzt noch ne andere Kreuzfahrt in den letzten 2 Wochen für Galapagos her.

Natürlich war keine günstige 8-Tage Kreuzfahrt mehr zu haben, und so mussten wir 2 Klassen höher einkaufen. Zum Glück ist der Dollar grad so schlecht. Dazu kam dass auch noch die Flüge geändert werden mussten, weil die Kreuzfahrt einen Tag froher anfängt bevor wir ankommen. Genau den Tag gabs aber keine freien Flüge mehr, so dass wir 3 Tage früher anreisen mussten.

Am 13.11 sind wir somit nach Quito mit LAN geflogen, und wiedereinmal mussten wir uns um 5 Uhr aufquälen. Dort haben wir dann im schönen Hotel ?Casa de Sol? übernachtet, das ganz in der nähe unsere Reiseagentur ?Columbus Travel? war. Dort mussten wir nämlich auch noch hin, um die letzten paar Dollar zu begleichen, die ich nicht mehr über meine Kreditkarte zahlen konnte, und um unsere Tickets fürs Schiff zu holen.

Vom ersten Eindruck hat mir Quito sehr gut gefallen, eine grüne Stadt mit modernen Gebäuden die gut in Schuss sind. Allerdings sind wir in Quito nicht wirklich weit gekommen, weil wir ziemlich müde waren, und auch am nächsten Tag wieder um 5 aufstehen mussten.

Am 14.11 sind wir dann nach Galapagos über Guyaquil geflogen, und vom Flughafen auf Baltra brauch man dann ca. 2 Stunden nach Puerto Ayora, was ca. 2.60 USD kostet. Am gleichen Tag sind wir dann nur noch ins Hotel eingecheckt, und sind durch den Ort gebummelt und haben nach Touren ausschau gehalten, die Orte abdecken wo es mit unserer Luxuskreuzfahrt nicht hingeht. Leider gibt es auf die Inseln, Santiago und Rabiba keine Tagestouren, das heißt wir müssten dafür auch wieder eine Kreuzfahrt buchen. So groß ist dann mein Interesse dann doch wieder nicht.

Gestern am Donnerstag, wollten wir eigentlich erst zu Fuß zu Tortuga Bay gehen, aber als wir kurz mit der Hotelbesitzerin und Leiterin der Agentur ?Oceanic? gesprochen haben, sind wir kurzentschlossen zum Schnorcheln gefahren. Leider war das Wetter gestern sehr bescheiden, und es war auch windig, weshalb die Sicht beim Schnorcheln sehr eingeschränkt war.

Die Tour hat 25 Dollar gekostet, was völlig ok war, und im Vergleich zu der teuren Osterinsel ein richtiges Schnäppchen. So kostet hier auch die Languste im Restaurant nur 13 Euro, auf der Osterinsel wollten sie gleich 60 Euro verlangen!

Heute morgen sind wir dann um 6 Uhr aufgestanden um rechtzeitig zum Bus zu kommen, der um 7 und 7:30 zur Fährstation fährt. Am Flughafen sind wir dann um 9 angekommen, und dort hat sich Anna erstmal ihre Tasche gekauft die sie 2 Tage vorher erspäht hatte. Ich durfte sie zahlen.

Danach haben wir uns in ein Restaurant gesetzt, wo ich einen Brei aus Bananen und Kartoffeln, mit Stücken von Fisch und Huhn, eingewickelt in ein Palmblatt. Ein typisch ecuadorianisches Gericht, und es war auch sehr lecker, trotz der Ähnlichkeit mit Kotze.

Eigentlich sollte der Führer uns um ca. 11 Uhr abholen, aber auch um Viertel nach elf war niemand zu sehen. Zum Glück haben wir aber ein anderes Pärchen aus London getroffen, die auch auf der Fragatta gebucht hatten und die nun auch warteten. Somit war ich nicht allzu beunruhigt dass niemand kommen würde. Das Flugzeug mit den anderen Passagieren hatte Verspätung, und auch unser Führer kam ca. erst gegen Mittag an, so dass es noch bis 14 Uhr dauert bis wir dann endlich am Schiff waren.

Über die Fragatta kann ich bisher eigentlich nur Gutes berichten. Sie wurde 2003 Grund überholt, hat aber bis jetzt auch wieder etwas an Glanz verloren, so sehen viele Dinge doch ziemlich benutzt aus. Gut ist aber dass sie sehr geräumig ist. Es gibt ein Aufenthaltszimmer mit Fernseher und DVD-Player, auf dem 3. Deck ist viel Platz zum Sonnenbaden und auch die Kabine samt Toilettenabteil ist größer als erwartet und man hat hält sich somit dort auch gern auf.

Auch die Crew ist sehr nett, und der Koch zaubert mit seinem Gehilfen immer Köstlichkeiten. Das besten ist aber das Frühstück, denn es gibt immer Früchte und dazu Müsli und Yoguhrt. Eigentlich ist man danach schon satt, trotzdem wird einem dann noch ein Teller mit Käse und Schinken, und noch einer warmen Beilage, wie gebraten Würste oder Pfannkuchen aufgetischt.

Die nächsten acht Tage werd ich also wieder ein paar Kilo fetter.

Am gleichen Tag sind wir noch zum Strand Bachas gefahren, um dort Leguane, Krabben und Seerobben zu beobachten. Bis auf die Krabben kann man sich den Tieren bis auf nen guten halben Meter näher ohne dass die mit der Wimper zucken würden. Die Seerobben habens aber nicht so gern wenn man ihnen in der Sonne stehe, weshalb sie sich dann ein paar Zentimeter weiterschleppen. Die Leguane rühren sich auch nicht wenn man sie am Schwanz berührt, was man aber eigentlich nicht tun sollte. Das war nur einmal ein Wissenschaftlicher Test, und die absolute Ausnahme.

Am Samstag, den 10.11, sind wir dann zur nördlichsten Galapagos Insel gefahren, die besucht werden darf, namens Genovesa. Nur dort leben die Rotfußtölpel. Ansonsten trifft man aber auch noch viele andere Vögel an, wie z.B. den Maskentölpel, die Bindenfregatte und auch einen Raubvogel, die Sumpfohreule.

Interessant ist dass die Vögel meist nur wenige Meter oder Zentimeter neben dem Weg nisten, ohne sich um die ganze Touristen die schon seit Jahren auf die Insel kommen zu scheren.

Zum Schluss der beiden Ausflüge zu den zwei Besucherstandorten konnte wir noch am Riff schnorcheln. Kurz ist auch eine Robbe mit mir geschwommen, da sie von einem Felsen neben mir ins Meer gesprungen ist.

Heute am Sonntag sind wir dann zurück über den Äquator zur Insel Bartolome gefahren, auf der man von einem Vulkan aus einen schönen Blick über das jüngste Gebiet auf Galapagos hat. Denn an dieser Stelle befindet sich ein Hotspot, und dort kommt es daher zu den meisten Ausbrüchen und damit zur Inselentstehungen. Einmal fest auf den Kontinetalplatten verankert, wander die Insel dann jährlich ca. 5 cm weg vom Hotspot.

Nach dem Hügel gings dann mit dem Beiboot zum Goldsandstrand, wo es wieder Robben zu sehen gab, und man danach Schnorcheln konnte. Normalerweise kann man hier auch Haie sehen, leider hatten wir aber kein Glück. Das Wasser war bedauerlicherweise auch wieder sehr verschmutzt, und so konnte man nicht besonders weit sehen. Kurz konnte ich einen Pinguin sehen, der in eine Schwarm von kleinen Fischen schwamm um sich sein Mittagessen zu holen.

Heute Nachmittag sind wir dann zur Black Turtle Cove gefahren, eine schöne Mangrovenbucht. Typischerweise war aber dort das Wasser auch total wieder dreckig und so konnte man nicht viel im Wasser sehen. Laut Führer Efren sollte um die Zeit das Wasser eigentlich klar sein. Immerhin gab es ein paar Schildkröten die zum Schnaufen auftauchen mussten. Einmal konnte ich auch einen Weißflossenhai sehen, die normalerweise in diesem Gebiet schlafen.

Morgen geht?s weiter nach Santa Cruz, auf der Puerto Ayora liegt, die wichtigste Stadt des Archipels.

 
Von San Pedro nach Santiago Print E-mail
Saturday, 10 November 2007 16:35

In San Pedro, dem bisher touristischen Ort Chiles, blieben wir insgesamt 4 Tage um die empfohlenen Ausflüge zu machen. Leider war man bei sämtlichen Besuchszielen nicht allein sonder mit ungefähr 7 Busladungen anderer Touris unterwegs. Besucht haben wir den Salar de Atacama, das Geysirfeld ?el Tatio?, das Valle de Muerte und de la Luna und die heissen Quellen von Purimata.

Da wir ja schon über 2 Wochen in der Wüste unterwegs waren, kam mir das meiste schon Bekannt vor. Nur so was wie Purimata hatten wir noch nicht gesehen. Das waren keine heißen Thermalbecken, sonder ein 30 Grad warmer Fluß umgeben von Schilfgewächsen in einer Wüstenschlucht. Echt schön anzusehen. Den übrigen Zielen konnte ich wie gesagt nicht soviel abgewinnen, da ich wohl schon mit Eindrücken aus der Wüste überfüllt war. Außerdem waren die ganzen Touris nervig. Wer es also natürlicher haben will sollte lieber Putre und Pica besuchen.

Am 19.10 sind wir dann weiter nach Caldera gefahren, und haben somit auf dem Weg nach Süden Antofagasta und Copiapo ausgelassen. Beide Städte sollen nicht der Hit sein, da sie vor allem als Dienstleister für die Kupferminen dienen und damit ähnlich öde sind wie Calama.

In Caldera hingegen sollen sich angeblich die schönsten Strände Chiles befinden, weshalb dort auch viele Chilenen ein Sommerhäuschen am Strand haben, oder besser gesagt im Nachbarort Bahia Inglesa. Die Strände selbst waren tatsächlich sehr schön, denn sie bestehen nicht aus Sand sonder aus kleinen Muschelscherben und sind deshalb total weiß. Allerdings gibt?s dort sonst nicht wirklich viel mehr zu sehen, und somit haben wir die 2 tage zum entspannen und faulenzen genutzt.

Zum Abschluss der Reise im Norden haben wir am Sonntag den 21.10 La Serena angesteuert. Dort sind wir in dem deutschen Hostal ?El Punto? eingecheckt.

Den ersten Tag haben wir nur die Stadt besichtigt und sind gleich mal ein Paar Zigeunerrinnen zum Opfer gefallen. Die wollten um unsere wohlverdienten Pesos bringen. Nach einem Menschenauflauf und der Zurede von den Polizisten haben die guten Frauen aber das Geld wieder raus gerückt.

Das war das letzte mal, dass ich mich bequatschen ließ. ;)

Am nächsten Tag haben wir das Humboldt Naturreservat besucht. Dabei gings mit einem Bot zu den drei Inseln die das Naturrschutzgebiet umfasst. Auf der einen Insel leben vor allem Seelöwen und Pinguine, welche in der Natur wesentlich beeindruckender sind als im Zoo. Danach gings zur Isla Dama auf der man rumlaufen kann, aber dort gabs eigentlich nicht wirklich was neues zu sehen. Allerdings kann man dort auch Campen, was wohl Spass gemacht hätte.

Den darauf folgenden Tag, Mittwoch den 24.10, sind wir dann mit drei anderen Deutschen aus dem Hostal zu einer Tour ins Valle del Elqui aufgebrochen. In diesem Oasental in der Wüste wird hauptsächlich eine süße Traubensorte angebaut um damit Pisco herzustellen. Dort befindet sich auch die Hauptgeschäftstelle von CAPEL und die älteste Pisco-Destilliere Chiles.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts haben wir dann noch eine Pferdetour ins Valle del Elqui gemacht. Obwohl ich da eigentlich keine Lust zu hatte war es dann doch ganz schön. Irgendwann muss ich deshalb doch mal reiten lernen. denn jedes mal wenn das Pferd im Trab reitet sitze ich alles andere als sicher im Sattel und nach gut 2 Stunden tat dann auch der Po ordentlich weh.

Am 26.10 sind wir dann früh mit dem Bus nach Santiago aufgebrochen um vorm Dunkel werden anzukommen. Die nächsten Wochen werden wir wieder in die Sprachenschule gehen.

 
Völlig Verplant Print E-mail
Monday, 15 October 2007 01:00

Gestern sind wir dann mit Christian, einem Führer aus Pica, zum Salar de Huasco gefahren. Eigentlich sollte es um 8 Uhr los gehen. Allerdings ist er wegen der Zeitumstellung aber dann erst um 9 Uhr aufgetaucht. Das war uns aber nur recht, da wir gar nichts von der Zeitumstellung mitbekommen haben, und es schon schwer genug war um 7 Uhr aufzustehen.

Christian hatte am Vortag den 23. Geburtstag seiner Schwester gefeiert und leicht erkennbar an seiner Fahne ein paar Bierchen zu viel getrunken. Somit war auch alles etwas verplant und er musste noch einige Sachen erledigen bevor wir dann losfahren konnten. Dann gings aber ziemlich schnell voran, denn er ist die holprige Sandstraße zum Salar hochgepest als gäbs kein Morgen. Dabei ist manchmal der Jeep so ins Schwimmen gekommen dass ich mir schon überlegt habe ob die mich wohl im Krankenhaus behandeln wenn ich halbtot und bewusstlos dort liege und somit nicht meine Versicherung her zeigen kann.

Durch ein Wunder sind wir aber unversehrt am Salar angekommen. Des Salar selbst war ebenfalls wie der Lago Chungara sehr schön, aber seht euch selbst die Bilder an. Beim zurückfahren haben wir dann noch eine Absteher in ein trockenes Flussbett gemacht, in dem in kleinen Hölen Wandmalereien zu sehen waren.

Um 14 Uhr waren wir dann wieder in Pica und wollten dann gleich weiterfahren nach Pozo Almonte um von dort einen Bus nach Calama zu nehmen. Natürlich ist der Buss an diesem Tag nicht um 14 Uhr wie normal gefahren sondern eine Stunde später. Deshalb sind wir noch in ein Restaurant gehetzt, haben uns schnell das Tagesmenu genemigt und sind dann um 15:30 abgefahren. Damit war leider auch der Plan hinüber den Bus um 16:35 nach Calama zu nehmen, denn wir sind erst um 17 Uhr in Pozo angekommen. Leider war es uns unter der Fahrt auch nicht möglich jemanden bei TurBus oder Pullman zu erreichen. Somit gabs dann wie zu erwarten nur noch Busse um 23:30 nach Calama, weshalb wir uns in Pozo ein Zimmer bis um 23 Uhr für 10 Luka gemietet haben.

Der Bus kam dann nur eine viertel Stunde zu spät, und wir konnten dann erstaml 2 Stunden im Bus schlafen bis wir zu einer Kontrollstation kamen. Dort mussten alle aus dem Bus austeigen und das Gepäck öffnen, damit auch niemand etwas aus der Zollfreien Zone in die II. Region schmuggeln kann. Der ganze Spass hat dann eine Stunde gedauert, dabei wurden wir aber zum Glück nur oberflächlich kontrolliert. Unser Nachbar hatte nicht so viel Glück und die Frau vom Zoll hat seinen ganze Koffer zerpflückt.

Somit sind wir dann mit einer halben Stunde Verspätung in Calama um 5:30 Uhr angekommen. Zum Glück war auch schon ein Taxifahrer zur Stelle der uns nacheinander zu verschiedenen Hostels, die im Reiseführer empfohlen werden, gebracht. Allerdings waren die entweder voll oder zu teuer, zumindest nach Aussage des Taxifahrer, der uns wohl lieber für 30 Luka gleich nach San Pedro schaffen wolte. Beim letzten Versuch beim Los Andes ist dann Anna auch mit ausgestiegen und dort haben wir ein Zimmer wieder für 10 Luka bekommen. Dort haben wir dann bis um halb zehn geschlafen, um uns dann auf die Suche nach einem Autoverleih zum machen.

Wie es da Schicksal aber will ist heute gerade ein Feiertag in Chile, und somit hat kein Verleih offen. Auch eine Tour nach Chuquicamata ist nicht möglich, da die Miene seit dem 31.08 dieses Jahres wegen Kontamination für Touristen nicht zugänglich ist.

Deshalb sitzen wir jetzt seit halb zwei im Bus nach San Pedro und wenigsten dort konnten wir schon ein Zimmer mit Privatbad in dem Hostal in das wir auch wollen reservieren. Es ist also nicht alles schlecht.

 
Das Schweigen des Kätzchens Print E-mail
Saturday, 13 October 2007 01:00

Am nächsten Tag sind wir dann um ca. 12:30 Uhr mit einem Bus nach Iquique aufgebrochen. Zuerst wurde aller übelster Mist über das interne TV/Audio System abgespielt, darunter solche Juwelen wie Musikvideos von Modern-Talking. Das hat die ersten 45 Minuten mein Wutpegel hochgekocht und ich wäre gestorben wenn es die nächsten 4 Stunden so weiter gegangen wäre. Zum Glück hat der gute Stewart dann Transformers eingelegt, der mir im Vergleich zum dem vorher Gebotenen höchst willkommen war.

Wir sind dann gegen 17 Uhr am Marktplatz von Iquique abgesetzt worden. Die fahrt zu Stadt war schon interessant, da Iquique in einer Art Bucht liegt und von einer Hügelkette umgeben ist, die geschätzt 500-800 m hoch sind, und so hat man beim Runterfahren gleich einen guten Blick auf die Stadt werfen können. Wir sind dann am Marktplatz ausgestiegen und haben beim Backpackers Hostel angerufen, denn die guten Leute holen einen ab. Als wir auf unsere Chauffeur gewartet haben hat uns ein netter Herr angesprochen wo wir den hin müssten. Er hat uns dann auch die nächsten 15 Minuten bis zum eintreffen unserer Mitfahrgelegenheit mehr schlecht als recht unterhalten. Im Hostel angekommen hat Anna dann fast der Schlag getroffen, da bei unserem Zimmer kein Bad dabei war und man ein Stockwerk runter gehen musste um zu duschen oder aufs Klo zu gehen. Deshalb wollte Anna dann gleich am nächsten Tag woanders hin, aber ich war zu faul nochmal was neues zu suchen und nochmal umzuziehen nur wegen dem Bad. Zugegeben es war wirklich schlecht, da Toilette und Dusche in einer winzigen Kabine vereint waren, und es nur zwei kleine Waschbecken gab, keines mit einer Möglichkeit Handtücher oder ähnliches aufzuhängen. Aber wo keine Kakerlaken hausen kann's meiner Meinung nicht so schlimm sein.

Am nächsten Tag haben wir uns dann die Stadt angesehen, Informationen über die Region von Sernatur, der Chilenischen Touristen Information, eingeholt und ein Auto für die nächsten zwei Tage gemietet. Die Stadt selbst war generell nicht so schön, nur einige Häuser in der Calle Baquedano waren schön restauriert. Auch die hölzernen Gehsteige in der Baquedano und am Plaza Prat waren recht schön anzusehen und ungewöhnlich für mich. Leider wurde aber der Plaza Prat gerade hergerichtet, so dass alle Palmen weggeschafft waren und der Platz nicht besonders einladend wirkte, weil das Grün fehlte.

Am letzten Donnerstag haben wir uns dann das Auto, was uns wucherhafte 60 Euro pro Tag kostete, geholt und sind dann zuerst zur verlassen Salpeter Stadt Humberstone gefahren, die seit 2006 Weltkulturerbe ist. Danach gings weiter zum Gigante de Atacama, einem ca. 85 m Großen Geoglyphen-Mann oder Gott auf einem Wüstenhügel.

Dort wollte ich dann den Giganten von etwas weiter weg sehen und bin mit unserer Camioneta einem Weg in die Wüste gefolgt. Als ich etwas vom Weg abkam, hat sich keine 5 Sekunden später der hintere rechte Reifen schön in den Sand eingegraben, und zwar so tief das die Achse schon auf dem Sand auf lag. Somit durften ich die nächsten zwei Stunden in der Brutshitze der Atacama Wüste im Sand grabend und das Auto schiebend verbringen. Auf dem kurzen Stück zum befahrenen Weg sind wir ganze 6 mal eingesunken, und beim 6. mal Reifen ausbuddeln und anschieben hab ich schon zu Gott gebetet dass wir endlich aus dieser Scheisse raus kommen, den ich war schon am Ende meiner Kräfte. Als wir es dann endlich geschafft haben auf den Weg zurückzukommen sind wir natürlich ohne weitere Umwege zurück ins Hostel gefahren. Da war sogar Anna froh als sie sich in das kuschlige und sandfreie Hostelbett legen konnte.

Am Freitag sind wir dann noch mit dem Auto nach Mamiña gefahren um dort die Thermalquellen ans zu probieren. Nach einer halben Stunde Autofahren war ich allerdings so erschöpft dass Anna weiter fahren musste, da ich natürlich vom Sandschaufeln in der Wüste wieder einen kleinen Hitzschlag bekommen habe und ich deshalb wieder Fieber hatte. Die Thermen selbst im öffentlichen Bad Ipla waren nicht so der Renner, da die Becken klein und in privaten Kabinen waren, und das 40 Grad heiße Wasser hat meinem erschöpften Körper leider auch nicht gerade gut getan. Nach 5 Minuten mussten wir nämlich beide total kaputt aus dem Wasser steigen und uns erstmal 20 Minuten auf der Liege erholen. Danach ist Anna dann die ganze Strecke zurück nach Iquique gefahren und ich hab derweil versucht zu schlafen um mich zu erholen. Dort angekommen haben wir das Auto zurückgegeben und sind mit dem Taxi zum Ticketverkauf für den Bus nach Pica.

Um 22 Uhr sind wir dann in Pica angekommen und gleich in eines vom Reiseführer empfohlenen Hostels gegangen. Angeblich wurde das ?Los Emiliones? 2005 frisch renoviert, leider sieht man heute davon nichts mehr. Am Samstag haben wir dann erstmal schön bis 9 ausgeschlafen und uns nach dem Frühstück nochmal zum Verdauungsschlaf hingelegt. Das hatte ich auch nötig um wieder fit zu werden. Um 14 Uhr gings dann ins Dorf zum Essen im guten Restaurant ?Las Naranjas? und um eine Tour zum Salar de Huasco und dem Valle de Dinosaurio zu suchen. Leider kann das Valle de Dinosaurio zur Zeit nicht besucht werden da nach dem letzten großen Regen die Wege weg geschwemmt hat. Am Abend sind wir dann noch zum Baden in die Chocha de Pica gegangen, wo es im Gegensatz zu Mamiña ganz schön war. Beim Heimgehen hat dann Anna noch eine kleine Katze von einem Zaunpfahl retten wollen. Als sie die Katze im Arm hatte sind aber hinter ihr Hunde aufgetaucht, wodurch das Kätzchen flüchten wollte. Anna hat das nicht gesehen und die strampelnde Katze runter gelassen. Die Gelegenheit hat sich der wartende und hungrige Hund natürlich nicht entgehen lassen und hat sich gleich mal sein Abendbrot geschnappt. Ich hab noch versucht den Hund zu würgen so dass er die kleine Katze los lässt, was auch funktioniert hat. Allerdings konnte er es dann doch wieder schnappen und damit verstummte auch das leidliche Katzengewimmer endgültig. Deshalb bin ich heute auch etwas traurig, da mir schon als kleines Kind ähnliches passiert ist, als ich unserem Hund meine Katze zeigen wollte, die er dann ebenfalls getötet hat.

 

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